Weiterempfehlen Drucken

Verlegerverbände begrüßen EU-Datenschutzrichtlinie

Ausnahmeregelungen für die journalistische Datenverarbeitung "Schritt in die richtige Richtung"

Verlegerverbände: Ausnahmeregelungen für die journalistischee Datenverarbeitung ist ein "Schritt in die richtige Richtung".

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) haben die Ausnahmeregelungen für die journalistische Datenverarbeitung bei dem geplanten neuen Datenschutzgesetz auf EU-Ebene als einen wichtigen "Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet.

Anlass ist die Novellierung der EU-Datenschutzrichtlinie. An ihre Stelle soll eine umfangreiche Verordnung treten, die in allen Mitgliedsstaaten gelten und die nationalen Datenschutzgesetze zugunsten einheitlicher Standards verdrängen soll.

Risiken

Laut BDZV und VDZ bleiben jedoch Risiken für die redaktionelle Freiheit, da die derzeit geltenden nationalen Presseausnahmen nichtig würden und der neue Schutz erst durch Gesetze in jedem einzelnen Mitgliedsstaat eingeführt werden müsse. Dies könne zu Diskussionen über die Pressefreiheit mit ungewissem Ausgang führen, wie etwa das Beispiel Ungarn zeige. Die Verlegerorganisationen appellieren daher an EU-Kommission, EU-Parlament und EU-Ministerrat, im weiteren Verlauf des Verfahrens die journalistische Datenverarbeitung "unmittelbar und umfassend" von der EU-Datenschutzrichtlinie auszunehmen.

Positives

Positiv bewerten BDZV und VDZ den Verzicht auf weitgehende Beschränkungen der adressierten Leserwerbung für Zeitungen und Zeitschriften sowie des Frei- und Wechselversands von Fachzeitschriften. Pressedirektvertrieb und Leserwerbung seien Bedingungen jeder Pressefreiheit und sollten nun auch auf der Grundlage der neuen Verordnung zulässig bleiben. Genauer zu prüfen sei, welche Auswirkungen der Entwurf auf die digitalen Geschäftsmodelle der Verlage haben könne. Online-Werbung, Bewerbung digitaler Abonnements, E-Commerce etc. dürften durch EU-Datenschutzrecht nicht beschädigt werden, wenn die Presse in Europa die digitale Zukunft mitgestalten solle.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Weitere News

Hamburger Druck- und Medienhaus Langebartels ISO-9001:2015-zertifiziert

Alteingesessenes hanseatisches Druck- und Medienhaus samt zweier Tochterunternehmen besteht Qualitätsmanagement-Prüfung

Nach erfolgreichem Audit haben das Druck- und Medienhaus Langebartels & Jürgens und dessen Tochterfirmen Faltschachtel Hamburg und Labann Display Ende des Jahres 2017 die ISO 9001:2015 erhalten. Die Dekra bescheinigte den drei Hamburger Unternehmen „optimale integrierte Unternehmensabläufe“. Das Qualitätsmanagement-System des Teams Langebartels erfülle sämtliche Vorgaben der Norm DIN EN ISO 9001:2015, der meist verbreiteten und bedeutendsten Norm im Qualitätsmanagement (QM).

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Druck&Medien Awards 2017 - die Gewinner

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2017 – Get-together und Dinner

Druck&Medien Awards 2017 – Die Verleihung

Umfrage

Planen Sie, 2018 neues Personal einzustellen?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...