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Visuelle Denk-Kunststücke: Die „100 besten Plakate 14“ sind auf Ausstellungstour

Die nächste Station der Ausstellungstour ist Wien.
 

Beim Wettbewerb "100 beste Plakate 14" haben 575 Einreicher über 1800 Plakate eingereicht.

„Ein gutes Plakat fordert die Sehgewohnheiten heraus und entfaltet sich im Kopf des Betrachters.“ So bringt es Götz Gramlich, Präsident des 100 Beste Plakate e.V., auf den Punkt. Diese Entfaltungen können in jedem Kopf anders aussehen; die Wirkung eines Plakats hängt außerdem vom Umfeld ab, in dem es erscheint. In unserer bildlastigen, informationsgefluteten Zeit bleibt es eine große Herausforderung für die Gestalter, immer wieder neu überraschende visuelle Darstellungen zu finden – dass dies immer wieder glückt, zeigen alljährlich die hundert Gewinnerarbeiten des Wettbewerbs „100 beste Plakate“.

575 Einreicher hatten diesmal mit über 1800 Plakaten teilgenommen. Nach der Online-Vorauswahl schafften es 708 Einzelplakate in die Endrunde. Die international besetzte fünfköpfige Jury kürte 51 Arbeiten aus der Schweiz (128 Einsendungen), 44 Arbeiten aus Deutschland (399) und fünf aus Österreich (48). Es handelt sich überwiegend um Auftragsarbeiten (79), daneben um selbstinitiierte Plakate bzw. Eigenwerbung (6) und Ergebnisse aus dem Kontext studentischer Projektaufträge (15).

Einen entscheidenden Ratschlag fürs Arbeitsleben hat der Student Donnie O’Sullivan: „Don’t work with assholes“. Diese Botschaft kennt man von Erik Spiekermann, hier ist sie glasklar und zugleich charmant in Szene gesetzt, als Teil der Bacchelorarbeit, die sich mit dem Zwiespalt zwischen eigenen künstlerischen Ansprüchen und ökonomischen Zwängen beschäftigt. Neben reinen Schriftplakaten wie diesem gibt es auch Farbe pur, etwa in der Werbung für die Druckerei Gallery Print, gedruckt mit sechzehn Pantone-Sonderfarben. Die stilistische Bandbreite ist insgesamt enorm. Neben fokussierten klaren Bild-Kompositionen gibt es viel vielschichtig Collagiertes, neben sehr viel Kulturplakaten allerdings nur wenige mit gesellschaftlich relevanten Botschaften.

Alle 100 Plakate, reichhaltige Zusatzinformationen und den lesenswerten Beitrag „Zur Dialektik von Bild und Text im Plakat heute“ von Thomas Friedrich präsentiert die Wettbewerbsdokumentation (Verlag Hermann Schmidt Mainz), gestaltet von Christine Zmölnig und Florian Koch (sensomatic, Wien).

Die nächste Station der Ausstellung „100 beste Plakate 14“ ist das Österreichische Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst MAK in Wien (11. November 2015 bis 10. Januar 2016). Weitere Infos finden sich auf der neu konzipierten Website, die nun auch ein such- und filterfähiges Online-Archiv zu allen bisher durchgeführten Wettbewerben enthält: www.100-beste-plakate.de.

Bildergalerie (20 Bilder)

  • 100 beste Plakate 14 ©Jesse Katabarwa/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Loana Boppart/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Gunter Rambow/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Dasha Zaichanka/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Wien Nord Werbeagentur/100 Beste Plakate e.V
  • 100 beste Plakate 14 ©Isabel Seiffert/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Steffen Knöl//100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©FabianKrauss/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Prill Vieceli Cremers/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Donnie O’Sullivan/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Iza_Hren/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Beat Brechbühl/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Christian Nicolaus, Ute Müller-Schlöss/r/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Beat Brechbühl/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Timo Lenzen/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Rocket & Wink/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©SUPERO/100 Beste Plakate e.V
  • 100 beste Plakate 14 ©Xi Luo/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©Brumnjak Büro für Gestaltung/100 Beste Plakate e.V.
  • 100 beste Plakate 14 ©cyan/100 Beste Plakate e.V.
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