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Von Oled-Rückleuchten bis zu Pflastern mit EKG-Funktion

Gedruckte Elektronik als eine Schlüsseltechnologie der Zukunft – Lopec 2016 mit 148 Ausstellern aus 18 Ländern (+11%)
 

Lopec 2016: Europapremiere der Oled-Rückleuchten von Audi.

Die Lopec 2016, die vom 5. bis 7. April 2016 in München stattfand, verzeichnet im Hinblick auf die Ausstellerzahl ein Plus von elf Prozent im Vergleich zu 2015. 148 Aussteller (133) aus 18 Ländern (19) zeigten auf der „Internationalen Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik“ innovative und zukunftsweisende Produkte. Mehr als 2000 Besucher (2300) aus über 40 Ländern (42) besuchten den Event.

Laut Veranstaltern (Messe München GmbH und OE-A/Organic and Printed Electronics Association) waren erstmals auch Unternehmen aus Indien, Spanien und Südkorea vertreten. Länderbeteiligungen aus Frankreich und Japan sowie eine starke Teilnahme aus Großbritannien und den USA unterstreichen die internationale Ausrichtung der Fachveranstaltung, so der Veranstalter weiter.

Wie Dr. Jeremy Burroughes (Chairman der OE-A und CTO bei Cambridge Display Technology) betont, habe eine neue Geschäftsklimaumfrage der OE-A ergeben, „dass die Branche mit einem Umsatzplus von elf Prozent für 2016 und mit einer weiteren Steigerung für das kommende Jahr rechnet.“

Technologien und Perspektiven

Ein „leuchtendes“ Beispiel für angewandte Printelektronik lieferte der Automobilhersteller Audi auf der Lopec. Die VW-Tochter hat ihr Entwicklungsprojekt Rückleuchten auf Basis von Oleds (organischen Leuchtdioden) zur Praxisreife gebracht und feierte in München eine Europapremiere. Stephan Berlitz, Leiter der Entwicklung Lichtfunktionen und Innovationen bei Audi: „2013 konnten wir unsere Lösungsansätze mit den Spezialisten auf der Lopec diskutieren. Jetzt, drei Jahre später, gehen die Oled-Rückleuchten in Serienproduktion.“ Erste Exponate waren auf dem Innovation Showcase, einem Ausstellungsbereich für Prototypen und Produktneuheiten, zu sehen.

Bekannte Firmen wie Adidas, Carta Mundi oder Schneider Electric arbeiteten in Kongressvorträgen ihre Anforderungen an die gedruckte Elektronik heraus. Technische Weiterentwicklungen wurden zum Beispiel von BASF und Sumitomo Chemicals vorgestellt. Vorträge von internationalen Forschern wie Professor Henning Sirringhaus von der Universität Cambridge oder Professor Jun Takeya von der Universität Tokyo waren Bestandteil des Lopec-Kongress. Insgesamt 196 Fachvorträge von Referenten aus 27 Ländern wurden im Rahmen der Lopec gehalten.

Gedruckte Elektronik live – Nutzwertige Anwendungen

An der Lopec Demo Line beteiligten sich 17 Unternehmen aus dem Kreis der OE-A. Auf der Fertigungslinie wurden Verpackungen mit integrierten Elektrolumineszenz-Flächen live gedruckt. Thomas Kolbusch, Lopec Exhibition Chair und Vice President von Coatema Coating Machinery, betont: „Die Teilnehmer wollen konkrete Anwendungen sehen. Wir machen mit zahlreichen Exponaten und Live-Demonstrationen gedruckte Elektronik für alle greifbar.”

Gedruckte Elektronik zum Anfassen gab es auch im Innovation Showcase. Dort wurden unter anderem innovative, flexible Leuchtpaneele von LG Display oder ein Pflaster vom Holst Centre gezeigt, das ein Elektrokardiogramm aufzeichnet.

Neben den Fokusbranchen Automotive und Unterhaltungselektronik standen dieses Jahr besonders Wearables im Fokus. Die Zukunftstechnologie ermöglicht dünne, leichte und flexible Anwendungen und eignet sich besonders gut für smarte, tragbare Elektronik. Davon gab es zum Beispiel ein Fitness-Shirt samt Auswertungssoftware vom Fraunhofer IISB, einen intelligenten Winterhandschuh von Kjus, ein Armband mit einem komplett flexiblen Display von Polyera und zahlreiche Produkte von Firmen wie Adidas zu sehen.

Die nächste Lopec findet von 28. bis 30. März 2017 statt.

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