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WWF wirft Papierkonzern APP Greenwashing vor

Studie soll Kahlschlag von Tropenwäldern in Indonesien belegen

Naturschutzverbände werfen dem Papierkonzern APP fortwährenden Kahlschlag indonesischer Tropenwälder vor.

Der Umwelt- und Naturschutzbund WWF wirft dem zur Sinar Mas Group gehörenden Zellstoff- und Papierhersteller Asia Pulp & Paper (APP) andauernden Kahlschlag von Tropenwäldern vor. Dies soll ein Report verschiedener Umweltorganisationen aufzeigen. Mehrere bekannte Markenartikler verzichten daher bereits auf APP-Papier.

Aus der von "Eyes on the Forest" vorgelegten Studie soll APP seit 1984 in Indonesien mehr als zwei Millionen Hektar Tropenwald abgeholzt haben. Nach Angaben des WWF verspreche APP seit Jahren, die Beschaffung umzustellen, Holz zu 100 Prozent aus Plantagen zu beziehen und keinen Tropenwald mehr für seinen Zellstoff zu roden. "Eyes on the Forest" ist eine Koalition verschiedener Umweltorganisationen, darunter auch der WWF. Bisher habe APP aber keine der selbst auferlegten Fristen eingehalten und sie immer weiter in die Zukunft verschoben, momentan von 2009 auf 2015, so der WWF-Papierexperte Johannes Zahnen. "Dies steht im Gegensatz zu APPs Werbekampagnen, in denen es sich als verantwortungsvolles Unternehmen darstellten."
Die Recherchen vor Ort zwischen Juni und Oktober 2011 sowie historische Satellitenaufnahmen bis Juni 2011 belegen laut WWF, dass der Konzern weiterhin Wälder abholze. Ein APP-Zulieferer, die PT Ruas Utama Jaya, betreibe selbst innerhalb des Tiger-Schutzgebietes "Senepis Tiger Sanctuary" Kahlschlag.
Eine Reihe von Firmen will nach Angaben des WWF daher künftig auf die Nutzung von APP-Papieren verzichten. Darunter befinden sich Unternehmen wie Tchibo, Nestlé, die Metro Group, Kraft, Adidas, Unilever, Gucci und Lego.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung. Fotos und Karten lassen sich hier herunterladen.

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