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WAN-Ifra veröffentlicht Bericht zur Umweltbilanz von Zeitungen

Zusammenfassung der Ergebnisse von Studienprojekten verschiedener Forschungseinrichtungen
 

Wie groß ist die CO2 -Belastung durch Zeitungen wirklich? Der im Auftrag der WAN-Ifra erstellte, englischsprachige Bericht klärt auf.

Verschiedene Forschungseinrichtungen haben in den vergangenen Jahren in zahlreichen Projekten den Einfluss der Zeitungsproduktion auf den Treibhauseffekt untersucht und ob die Treibhausgas-Emissionen durch das Lesen von Nachrichten auf Computern oder Handys anstatt auf Papier reduziert werden können. Nun hat der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-Ifra) im Rahmen seiner Research-Aktivitäten unter dem Namen „Shaping the Future of News Publishing“ (SFN – Die Zukunft der Zeitung gestalten) einen neuen Bericht veröffentlicht, der einen klaren Überblick über diese Projekte und die erzielten Ergebnisse bietet.

Der in englischer Sprache verfasste Bericht „Carbon Footprint of News Publishing“ (Umweltbilanz der Zeitungen) zeigt, dass es aus Umweltgesichtspunkten keinen Grund gibt, die gedruckte Zeitung zugunsten elektronischer Ausgaben aufzugeben. Je nach Lesegewohnheiten und Dauer der Lektüre ist die gedruckte Zeitung hinsichtlich der CO2 -Produktion den Plattformen Online und Mobile vielfach voraus.

Eine französische Einzelhandelskette für Lebensmittel und eine dänische Nichtregierungsorganisation hatten jüngst mit der Begründung, Print sei ein Waldkiller, angekündigt, keine gedruckte Werbung mehr zu verwenden bzw. den Menschen geraten, Zeitungsabos zu kündigen. Tatsächlich aber nehme die Fläche der europäischen Waldgebiete zu und nicht ab, so der Bericht: Seit 1950 sei die bewaldete Fläche um 30 Prozent gewachsen, der jährliche Zuwachs entspreche einer Fläche von 1,5 Mio. Fußballfeldern.
Überdies zeigt der Bericht auf, dass der Energieverbrauch bei der Herstellung von Zeitungspapier geringer ist als bei allen anderen Druckpapier-Sorten und dass ein großer Teil des Zeitungspapiers aus recyceltem Altpapier besteht.

„Shaping the Future of News Publishing“, erstellt von Malin Picha im Auftrag von WAN-Ifra, umfasst eine Aufstellung der Methoden und Erkenntnisse von sechs Studien finnischer und schwedischer Forschungseinrichtungen, Institute und Branchengremien sowie die Schlussfolgerungen aus diesen Erkenntnissen und bibliographische Empfehlungen zur Vertiefung des Themas. Konkret waren die sechs Studien folgenden Themen gewidmet:

  • Umweltauswirkungen von Printprodukten während des gesamten Produktionszyklus
  • Umweltauswirkungen von Print vs. Digital
  • Überblick über vorliegende Nachhaltigkeitsstudien und deren Ergebnisse
  • Die Umweltauswirkungen redaktioneller Arbeit
  • Die Umweltauswirkungen redaktioneller Arbeit bei Zeitschriften
  • Zusätzliche Maßnahmen: Umweltbelastung durch den Einsatz von Telefonkonferenzen reduzieren

Nähere Informationen zu dem Bericht stehen auf einem separaten Teil der WAN-Ifra-Website zur Verfügung. Der Bericht selbst liegt dort auch zum Download bereit. Für WAN-Ifra-Mitglieder ist dieser kostenlos.

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