Weiterempfehlen Drucken

Marketing wird digitaler – Trend geht zur "Werbung on demand"

EHI stellt aktuellen Marketing Monitor Handel vor

Marketing wird digitaler, entsprechend richtet der Handel seine Strategien neu aus. Dies ist das Ergebnis der aktuellen EHI Marketing Erhebung, die Marlene Lohmann auf dem EHI Marketing Forum in Köln vorgestellt hat. „Die Fragmentierung der Medien hat dafür gesorgt, dass sich so mancher Weg zum Kunden geändert hat“, so die Marketing-Expertin des EHI. Zukünftig geht es im Handel darum, einen optimalen und effizienten Mix aus offline und online Medien zu gestalten, der insbesondere den Kunden und die Marke in den Mittelpunkt stellt und für neue technologische Entwicklungen offen ist.

Der Handel blicke visionär in die Zukunft. Nach dem Prinzip "Werbung on Demand" soll der Kunde künftig selbst entscheiden, über welchen Kanal – personalisiert und individuell – er informiert werden möchte. Auch für eigene Communities als Ergänzung zu Facebook und Co. prognostizieren die Marketingverantwortlichen einen Markt. Der Handel sehe sich immer mehr als "Third Place", der für den Kunden eine Alternative zu Freizeitbeschäftigungen und beispielsweise dem Internet darstellt.

Informationstechnologie gilt nach Aussage der EHI Studie als einer der Innovationstreiber und kann zum klaren Wettbewerbsvorteil im stationären Handel werden, wenn z.B. eine neue Kassensoftware das Couponing verbessert oder Kassensystem-gestützte Promotions kopiersicher machen. Wenn sich künftig noch sogenannte Killerapplikationen wie Bezahlfunktionen im Handy durchsetzen, würde auch Mobile Advertising an Fahrt gewinnen.

Noch würden die meisten Werbegelder im Handel für Klassiker ausgegeben. Für die Preiskommunikation bleiben die klassischen Printmedien führend. Überraschenderweise sei gerade das E-Commerce ein Beförderer dieser klassischen Werbeformen, denn Kataloge und Print-Anzeigen gelten als unerlässliche Kaufinspiration für Online-Shopping. Digitales Marketing erhalte nach wie vor nur ein kleines Stück vom Werbekuchen, ihm würden aber zukünftig die größten Budgetsteigerungen vorausgesagt.

Prospekte und Magazine mit fast 53 Prozent der Werbebudgets, gefolgt von Anzeigen mit 13,6 und Direktmarketing mit 7,4 Prozent seien also nach wie vor die drei Sieger der Handelswerbung. Weitere Gründe für die Fokussierung auf Print sehen die Verantwortlichen in der guten Messbarkeit der Ergebnisse, dem hohen Return on Investment und der Tatsache, dass diese Werbeform ein gelerntes Medium sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter ist. Insgesamt seien Prospekte "alternativlos".

Digitales Marketing bewegt sich z.Zt. laut der EHI Studie zwar immer noch in der Nähe der 5 Prozent-Hürde (5,9), soll aber bis 2015 mit einer Budgetsteigerung von fast 100 Prozent auf den dritten Platz vorrücken. Damit würden Anzeigen (Print), denen die größten Verluste von einem Drittel prognostiziert werden, vom Podest gestoßen und auf den vierten Platz verdrängt. Auch Radio ist in der Vorhersage der Marketer einer der Gewinner. Der Anteil hierfür steige um gut ein Drittel von 5,5 auf 7,4 Prozent. Insgesamt halte der Trend der Verschiebung der Budgets in Richtung digital weiter an. Nimmt man alle klassischen Werbeformen zusammen – Prospekt, Magazine, Anzeigen – so soll sich der Anteil von heute 66 Prozent um glatte 10 Prozent  in 2015 verkleinern. Den sogenannten additiven Werbeformen wie Instore – sowie Online Marketing, Radio, TV, die derzeit 34 Prozent der Gelder erhalten, wird hingegen ein Wachstum von 10 Prozent prognostiziert.

Die Studie basiert nach eigenen Angaben auf persönlichen Interviews (41 Teilnehmer) und einer schriftlichen Befragung (33 Teilnehmer). Insgesamt haben 55 deutsche Handelsunternehmen an der diesjährigen EHI Marketing-Erhebung teilgenommen. Der Nettoumsatz der beteiligten Einzelhändler betrage 172 Mrd. Euro, so dass gut 40 Prozent des gesamten deutschen Einzelhandels gespiegelt werden.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Weitere News

Wir Werbeideen & Etikettendruckerei Reissner GmbH investiert in eine HP Indigo WS6800

Etikettenspezialist reagiert auf den Trend zu immer mehr Druckaufträgen in kleinen Auflagen

Die Vöhringer Wir Werbeideen & Etikettendruckerei Reissner GmbH hat in eine HP Indigo WS6800 Digital Press investiert. Die neue Rollen-Digitaldruckmaschine ersetzt eine neun Jahre alte HP Indigo W4500. Wie Geschäftsführerin Jasmin Reissner erklärt, reagiere Wir-Reissner mit der Investition auf den Trend nach hochwertigen Etiketten in kleiner Stückzahl. Mit dem neuen digitalen Schmalbahndrucksystem könne das Unternehmen täglich eine Vielzahl kleiner Druckaufträge effizienter produzieren.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Ist der Aufschwung auch bei Ihnen angekommen?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...