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Willy Schleunung im Alter von 89 Jahren gestorben

Träger des Ullstein-Rings war über Jahrzehnte in den Branchenverbänden engagiert

Willy Schleunung, langjährig in Branchenverbänden wie auch im öffentlichen Leben engagierter Druck-Unternehmer aus Marktheidenfeld, ist am 14. April 2007, kurz vor Vollendung seines 90. Lebensjahres, gestorben.
Schleunung war von 1961 bis 1999 Mitglied des Hauptvorstandes des Bundesverbands Druck und Medien (BVDM) und seiner Vorgängerorganisationen. Von 1968 bis 1982 war er stellvertretender Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses des Verbandes. In dieser Funktion galt er als ein engagierter Verfechter der Tarifautonomie und energischer Fürsprecher der mittelständischen Unternehmen. Schleunung hat sich von Beginn seiner erfolgreichen unternehmerischen Tätigkeit für die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung in der Druckindustrie eingesetzt. Sein Vorbild prägt noch heute die Firma Schleunungdruck, die inzwischen von seinem Sohn, Christoph Schleunung, Vizepräsident des BVDM, erfolgreich weitergeführt wird. Als Ehrung seines sozialpolitischen Engagements erhielt Schleunung 1993 in Berlin den Ullstein-Preis, die höchste Auszeichnung der Deutschen Druckindustrie.
Willy Schleunung war auch politisch engagiert. Von 1949 bis 1960 saß er im Stadtrat von Marktheidenfeld, von 1978 bis 1996 war er Mitglied des Bayerischen Senats. Bereits 1958 war Schleunung für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen worden, 1972 der Bayerische Verdienstorden und 1982 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

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