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Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik feierte 100-jähriges Bestehen

Dienstleister des Verbandes verstehen sich als "Unternehmer-Netzwerk Print Scan Medienkommunikation"
 

Herstellerindustrie und WKM-Führung zum 100. Geburtstag des Wirtschaftsverbandes Kopie & Medientechnik am Gründungsort in Leipzig (v.l.n.r.): Rechtsanwalt Achim Carius (WKM), Andrés Kaiser (KIP), Heiner Kayser (Sihl), Johannes Bischof (Konica Minolta), Jo van Onsem (Xerox), Georg Hollenbach (EFI), Moritz Rogger (Agfa), Jeppe Frandsen (Canon), Ralf Mühle (Es-te Folding), Uwe Jungk (Ricoh) und Karl-Heinz Neumann (WKM-Vorsitzender).

Die komplette Führung der deutschen Digitaldruckbranche war eingeladen, um das Jubiläum des Wirtschaftsverbandes Kopie & Medientechnik (WKM) Anfang Oktober in Leipzig zu feiern. Über 380 Print-Dienstleistungs-Unternehmer kamen an dem Ort zusammen, wo im Herbst 1913 der "Bund der Lichtpause-Anstalten Deutschlands" gegründet wurde. 

Die früheren Plandrucker, Lichtpauser und Reprografen verstehen sich heute als moderne und innovative Digitaldrucker, die Plotten, Scannen sowie Print-Dienstleistung im B2B-Geschäft erbringen. Höhepunkt der "Netzwerktage Print Scan Medienkommunikation" war der Festabend, auf dem die Geschäftsführer der Unternehmen Canon, Ricoh, Xerox, Konica-Minolta, Sihl, Agfa, EFI, KIP und Es-te-Folding im Rahmen einer Talkrunde nach ihrer Sicht auf die Zukunft der Branche befragt wurden. Eröffnet wurde die Tagung von Karl-Heinz Neumann (WKM-Vorsitzender), Kurt Baier (WKM-Ehrenvorsitzender) und Heinrich Haltmeyer (Vorsitzender a.D.). Im Rahmen zahlreicher Vorträge gaben Referenten aus der Branche Antworten auf Fragen, welche die Zukunft der Print- und Scan-Dienstleister bewegen. 

Michael Apenberg, Unternehmensberater aus Hamburg, prophezeite mit der Aussage: "100 Jahre sind nicht genug" der Printbranche eine weitere Zukunft. Veredelte Printprodukte seien weiter gefragt, digitale Medien könnten das Erlebnis Druck nicht ersetzen. Christian Luther von Laserline in Berlin erläuterte das Konzept seines Unternehmens und meinte: "Der Digitaldruck holt sich weiter Anteile aus dem Offsetbereich, vor allem wegen Schnelligkeit und Personalisierung".

Über die Auswirkungen erfolgreicher US-Spähversuche berichtete der Cloud-Experte Dr. Bernd Wild von Intarsys aus Karlsruhe. Er erläuterte Maßnahmen und Tools zur Sicherung von Daten in der Cloud. Christian Sommermeyer von Syylex in Villingen stellte eine Glasscheibe namens "GlassMasterDisc" vor, die als Datenträger zur digitalen Langzeitarchivierung bald Speicher aus Kunststoff oder magnetischen Materialien ablösen könnte. Medienexperte Andreas Haderlein erläuterte in seinem Vortrag die wichtigsten Trends des digitalen Wandels. Auf seiner Zeitreise in die digitale Zukunft prophezeite er ein Weiterleben des Drucks auf verschiedenen Medien. Informationen auf Papier und digitaler Konsum würden nebeneinander gut leben können, darauf könnten sich die Dienstleister einstellen.

Gernod Seeger von Beta Group schilderte seinen Einstieg in den 3-D-Druck für Industriekunden. Die ersten WKM-Mitglieder haben die neue Dienstleistung bereits in ihr Angebot aufgenommen und versprechen sich eine boomende Nachfrage. Fogra-Chef Dr. Eduard Neufeld beschrieb die Zukunft von personalisierten Drucken und auf den Kunden exakt zugeschnittenen Druckansprachen. Neufeld ermunterte in seinem Vortrag, weiter an anspruchsvollen Druckprodukten zu arbeiten. Nach einer Konsolidierung gäbe es weiter eine starke Nachfrage nach intelligenten Druckerzeugnissen.

Nicht zuletzt stellte WKM-Vizechef Heiko Schmalfuß die neue Linie des Verbandes vor. Unter der Marke "motio – Netzwerk für Print Scan Medienkommunikation" wird der WKM künftig um neue Mitglieder werben. "In einem enger werdenden Markt müssen sich die innovativsten Unternehmen in einem kraftvollen Netzwerk zusammenschließen, um zu überleben", so Schmalfuß. Diese Plattform will der WKM allen Branchenkollegen bieten.
 

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