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Nach Erwerb der Schutzrechte und Quellcodes

Manroland Goss übernimmt den Support der Harland-Simon-Anlagen

Im Bereich der Automatisierungs- und Steuerungstechnik für Zeitungsmaschinen herrscht reger Wettbewerb. Mit Harland Simon ist nun ein Unternehmen auf der Strecke geblieben.(Bild: Archiv Deutscher Drucker)

Der Druckmaschinenhersteller Manroland Goss (Augsburg) hat die Schutzrechte und Quellcodes (“intellectual property rights”) des insolventen britischen Steuerungs- und Automatisierungsspezialisten Harland Simon erworben. Dies teilte Manroland Goss am 26. November mit. Durch diesen Schritt sollen die Geschäftsbereiche Engineered Solutions und Service Solutions des Augsburger Unternehmens weiter ausgebaut werden.

Die Insolvenz von Harland Simon war Anfang Oktober bekannt geworden, der Stand des Unternehmens auf der Berliner Fachmesse Ifra World Publishing Expo blieb leer. Einem Bericht der australischen Website gxpress.net zufolge hatte Harland Simon zuletzt noch 38 Mitarbeiter, die überwiegend nun ihre Jobs verloren haben. Neben der Druckindustrie hatte Harland Simon auch eine Tracking-Lösung für das Gesundheitswesen entwickelt, die von der französischen Paragon ID gekauft wurde. Paragon übernahm laut gxpress.net auch fünf der Harland-Simon-Mitarbeiter.

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Harland Simon war 1992 gegründet worden und hatte vorwiegend Tracking- und Automatisierungslösungen für Zeitungsdruckereien entwickelt und vertrieben. Durch den verschärften Wettbewerb in diesem Bereich hatte Harland Simon in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Umsatz verloren und etwa fünf Mio. brit. Pfund Schulden angehäuft. Das Unternehmen wird aktuell von der britischen Opus Restructuring & Insolvency verwaltet, die allerdings keinen Käufer finden konnte.

Manroland Goss will nun den Support für alle installierten Harland-Simon-Anlagen übernehmen. Alexander Wassermann, CEO bei Manroland Goss: „Durch diesen Schritt verstärken wir einmal mehr unseren Fokus auf den Ausbau des Servicegeschäfts für alle installierten Anlagen weltweit.“

In einem Bericht der Augsburger Allgemeinen war Wassermann vor kurzem mit der Aussage zitiert worden, dass das Neumaschinengeschäft jährlich um 15 bis 20 Prozent zurückgehen würde. Allerdings seien derzeit weltweit 1.500 Manroland- und rund 6.000 Goss-Anlagen installiert, „die gewartet und betreut werden müssen“. Wassermann sagte gegenüber der Zeitung, dass ein Ziel sei, die derzeit rund 300 Mio. Euro Umsatz der Manroland Goss zu zwei Drittel aus dem Service zu generieren und nur noch ein Drittel aus dem Neumaschinengeschäft.

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