Download: Wasser für den Druckprozess

Wasser wird auch in Druckereien an den unterschiedlichsten Stellen benötigt. Zum Beispiel zur Luftbefeuchtung.

Regional sind die Wasserhärten sehr unterschiedlich. Beeinflusst wird sie durch den geologischen Untergrund. Kalkhaltige Böden verursachen in der Regel hartes Wasser. Trinkwasser aus Talsperren oder Seen beinhalten weniger gelöste Salze und liefert weicheres Leitungswasser. Druckereien bekommen bei den örtlichen Gemeindeverwaltungen oder Wasserwerken die exakte Wasserhärte genannt. Im Internet bietet beispielsweise www.wasserhaerte.net einen Überblick über nahezu alle Gemeinden Deutschlands und deren Wasserhärte. Sollte eine komplette Wasseraufbereitung vonnöten sein, sollte immer eine Kombination aus Enthärtungsanlage, Umkehrosmoseanlage und UV-Entkeimung gewählt werden. Teillösungen sind billiger, werden aber langfristig zu Mehrkosten durch Schäden führen. Bei der Wahl der richtigen Anlage sollte auf wirtschaftlichen Betrieb, übersichtliche Bauweise und Kontrolle der Wasserqualität Wert gelegt werden.

Was es zu beachten gilt, wenn Sie in Ihrer Druckerei eine Wasseraufbereitungsanlage oder eine Luftbefeuchtungsanlage betreiben, erfahren Sie im eDossier “Wasser für den Druckprozess”. Es kann für 1,90 Euro im print.de-Shop heruntergeladen werden.

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In der Druckerei kommt es zum Beispiel durch zu hartes Wasser zu Kalkablagerungen auf den Druckplatten. Bei Verwendung von enthärtetem Wasser (0°dH) werden die Kalkablagerungen verhindert. Doch sind sich die Experten nicht ganz einig. Manche Hersteller empfehlen das Verschneiden des enthärteten Wassers auf 6°dH. Im Zweifel sollten die Herstellerangaben berücksichtigt werden.

Für die Feuchtwasserversorung wird Reinwasser nach der Umkehrosmoseanlage verwendet. Dieses muss aber durch einen Härtemitteldosierer auf 8 bis 10°dH aufgehärtet werden. Eine stabile Wasserqualität sorgt dann für viele Vorteile im Druckprozess:

  • ein Blanklaufen der Farbwalzen und Kalkablagerungen in Feucht- oder Farbwerken werden verhindert.
  • Höhere Lebensdauer der Farbwalzen.
  • Der PH-Wert wird neutral gehalten.
  • Der Alkoholbedarf kann deutlich reduziert werden.
  • Keimfreies Reinwasser verhindert durch Mikroorganismen verstopfte Feuchtwerke.

Denkt man an Gummituchwaschanlagen in Offset-Druckmaschinen, so führt hartes Wasser zum Verkalken der Düsen. Um dies zu verhindern, wird Reinwasser aus der Umkehrosmoseanlage verwendet.

Ein weiteres wichtiges Thema in jedem Druckbetrieb: die richtige Klimatisierung und Papierkonditionierung durch Luftbefeuchtung. Bei Luftbefeuchtern Leitungswasser zu verwenden, birgt Risiken. Die Düsen verblocken durch den Kalk, beginnen schlecht zu zerstäuben oder tropfen. Die Mineralstoffe im Wasser fallen aus und sorgen für eine erhebliche Staubbelastung im Raum. Auch enthärtetes Wasser lindert die Probleme kaum. Im Gegenteil: enthärtetes Wasser kann zu Korrosion an Maschinen führen (auf Grund des eventuell hohen Anteils an Natriumsalz). Luftbefeuchter sollten nicht mit Trinkwasser oder Weichwasser versorgt werden. Reinwasser, durch eine Umkehrosmoseanlage erzeugt, in Kombination mit einer nachgeschalteten UV-Entkeimung, sorgt für nahezu kalkfreies, bakterienarmes Wasser an der Luftbefeuchtung. Kompromisse sollten hier auf Grund des Arbeitsschutzes nicht gemacht werden.

Wichtig: die Mindestvoraussetzung, um eine Luftbefeuchtung durch die DGUV (deutsche gesetzliche Unfallversicherung) zertifizieren zu lassen, ist, dass die Luftbefeuchtung immer mit einer kompletten Wasseraufbereitung ausgestattet ist.

Was Sie sonst noch über das Wasser wissen sollten, vermittelt das eDossier “Wasser für den Druckprozess”. Laden Sie es sich gleich im print.de-Shop herunter.

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