Unabhängige, aber miteinander vernetzbare Cloud-Dienste bilden neue Plattform

HP Piazza: “Virtuelles Warenhaus” für die bedarfsgerechte Buchproduktion

In einer Art "virtuellem Warenhaus" werden die Inhalte der verfügbaren Buchtitel vorgehalten und können bei Bedarf an die Druckproduktion Pagewide- oder Indigo-Basis übergeben werden.
(Bild: HP)
In einer Art "virtuellem Warenhaus" werden die Inhalte der verfügbaren Buchtitel vorgehalten und können bei Bedarf an die Druckproduktion Pagewide- oder Indigo-Basis übergeben werden.

Auf der Londoner Buchmesse hat HP “HP Piazza” vorgestellt, eine Serie unabhängiger und miteinander vernetzbarer Cloud-Dienste, die Verlagen dabei helfen soll, bei der Buchherstellung und im Vertrieb Zeit- und (Lager-)Kosten zu sparen. Auf Basis des “Print-on-Demand-Prinzips” wird bei HP Piazza eine Art “virtuelles Warenhaus” für die Verwaltung, Automatisierung, den Druck und Vertrieb sowie die unmittelbare Bearbeitung von Buchbestellungen genutzt, ohne kostenintensives Inventar vorhalten zu müssen.

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HP Piazza fungiert als “Kontrollzentrum” für Verlage

Die Piazza-Plattform schlägt laut HP eine Brücke zwischen dem Verlagswesen und dem digitalen Buchdruck und richtet sich an Verleger, die bereits mit der bedarfsgerechten und zeitnahen digitalen Produktion vertraut sind. Entwickelt für eine Verbindung über Print-OS-Siteflow, sollen die End-to-End-Workflows der Piazza-Plattform eine – so HP – transparente SLA-(Service Level Agreements)-Verwaltung und eine schnelle Markteinführung von Printprodukten bei gleichzeitiger Reduzierung von Abfallprodukten ermöglichen.

Mit HP Piazza sei es Verlagen möglich, sich von einem “Print-to-Warehouse”-Geschäftsmodell hin zu einem “Print-to-Order”-Modell zu entwickeln. Dank der so gewährleisteten ständigen Verfügbarkeit von Buchtiteln sollen beispielsweise neue Möglichkeiten zur Stärkung der Kundenbeziehungen entstehen. Wie Rob Hutchson, Managing Director bei Ashford Color Press (Gosport, UK), einem ersten Anwender von HP Piazza erklärt, erhalte das Unternehmen bereits hunderte direkte Buchbestellungen für Inhalte, die in HP Piazza zentral gespeichert sind. Produziert werden nach eigenen Angaben sogar bereits tausende Bücher als direkte Auftragsarbeit – und nicht aufgrund von Prognosen.

Lager- und Versandkosten sollen reduziert werden

Dank der neuen cloudbasierten Plattform – die, so der Hersteller, für Digitaldruck-Lösungen wie die HP Pagewide Web Press und die HP-Indigo-Plattform entwickelt worden ist – wolle HP dem Trend zum gedruckten Buch Rechnung tragen, ohne dass der finanzielle Druck auf Verlage hinsichtlich Lager- und Versandkosten steigen soll. Wie Enrique Lores, President of HP Printing & Imaging, erklärt, gehe die Entwicklung damit weg vom “Print-to-Sell”- hin zum “Sold-to-Print”-Modell – oder auch: der bedarfsgerechte Druck, Print on Demand.

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