290 von 350 Arbeitsplätzen sollen erhalten bleiben

SKN Gruppe: So läuft die Eigenverwaltung

Die Druck- und Verlagsgruppe SKN mit Sitz in Norden (Niedersachsen) hatte Anfang März 2018 für sieben operative Gesellschaften Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Jetzt hat das Traditionsunternehmen die rund 350 Mitarbeiter über das Sanierungskonzept und den Stand der Restrukturierung informiert.

Das vorgestellte Sanierungskonzept sieht vor, die drei Kerngeschäfte Druckerei, Zeitung und Verlag zu erhalten und effizienter aufzustellen. Dies bedeute, dass das Druckereigeschäft an den Standort Emden ziehen wird, während Zeitung und Verlag von Norden aus fortgeführt werden sollen.

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“Das Ziel unserer Planungen war es, so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie möglich sinnvoll weiterzubeschäftigen und gleichzeitig wirtschaftlich profitabel und wettbewerbsfähig zu bleiben”, so die geschäftsführende Gesellschafterin Charlotte Basse. Dennoch sei es aber so, dass die SKN Gruppe sich verkleinern und defizitäre Geschäfte abstoßen wird, so dass der volle Personalaufwand nicht weiter erforderlich ist.

“Dieser Schritt ist uns sehr schwer gefallen”, so Basse weiter. „Wir freuen uns aber, nach intensiven, aber konstruktiven Verhandlungen mit den Betriebsräten ein Ergebnis gefunden zu haben, mit dem wir in Norden und Emden rund 290 Arbeitsplätze erhalten können.“

33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet das Unternehmen einen Wechsel in eine Transfergesellschaft an – je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit für bis zu zehn Monate. Aus rechtlichen Gründen wird es allerdings auch zu 15 insolvenzbedingten Kündigungen kommen.

Der laufende Geschäftsbetrieb soll derweil in unverändertem Umfang weitergeführt werden. Die Auftragslage ist nach Angaben der SKN Gruppe stabil. Produktion, Termin- und Liefertreue seien weiterhin gewährleistet.

Hintergrund

Die SKN Gruppe hatte am Anfang März 2018 für sieben operative Gesellschaften Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das zuständige Amtsgericht in Aurich hatte diesem entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung über die SKN Druck und Verlag GmbH & Co., die Soltau-Kurier-Vertrieb GmbH (120 Mitarbeiter), die Soltau-Kurier-Norden GmbH (144), die Ostfriesische Presse Druck GmbH (63), die Industriedruck Norden GmbH & Co. (14), die Ostfriesischer Kurier GmbH & Co. KG (0) sowie die Neumann Verlag für Telekom-VZ GmbH & Co. KG (3) angeordnet.

Die SKN Gruppe beschäftigte bei Antragstellung 344 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon am Standort Norden 281, in Emden 63.

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