Verpackungsproduzent will den Bereich des digitalen Verpackungsdrucks deutlich ausbauen

Heidelberg: MPS Obersulm erster Pilotanwender der Primefire 106

Der Multi-Packaging-Solutions-Standort Obersulm bei Heilbronn ist erster Pilotanwender einer Primefire 106, des ersten industriellen Digitaldrucksystems im B1-Format: (von links) Thomas Heissler (Global Account Manager bei Heidelber), Götz Schümann (Geschäftsführer des MPS-Produktionsstandorts Obersulm) und Montserrat Peidro-Insa (Leiterin Digital Sales und General Manager Digital Sheetfed bei Heidelberg) vor der Heidelberg Primefire 106.

Die erste Pilotphase startete planmäßig bereits im Januar in Zusammenarbeit mit dem deutschen Produktionsstandort des Kunden MPS in Obersulm (bei Heilbronn, vormals CD Cartondruck AG), wie Heidelberg bekannt gab. MPS ist Spezialist für Verpackungslösungen für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte sowie Consumer- und Arzneimittel-Marken und beschäftigt über 9.000 Mitarbeiter in 14 Ländern. Das Unternehmen plant, den Bereich des digitalen Verpackungsdrucks deutlich auszubauen. Zu den Kunden des MPS-Standortes Obersulm zählen Markenunternehmen, beispielsweise in den Segmenten Consumer und Kosmetik.

Basis des völlig neu konzipierten Systems ist die Inkjet-Technologie des Entwicklungspartners Fujifilm und die Heidelberg-Peak-Performance-Plattform. Heidelberg hatte die Primefire 106 als Weltpremiere für die industrielle digitale Produktion im Format 70 x 100 auf der Drupa 2016 in Düsseldorf präsentiert.

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Die Primefire 106 soll insbesondere Verpackungsdruckern den Aufbau neuer Geschäftsfelder ermöglichen, beispielsweise mit der Herstellung variabler und individueller Verpackungen oder dem Hinzufügen von Rückverfolgbarkeits- und Sicherheitselementen auf den einzelnen Verpackungen, wie Heidelberg weiter ausführt. Das Siebenfarben-Inkjet-System mit Fujifilm-Inkjet- und Heidelberg-Multicolor-Technologie deckt bis zu 95 Prozent des Pantone-Farbraums ab, angesichts der gerade im Verpackungsdruck häufig vorkommenden Sonderfarben ein wichtiges Kriterium. Der wasserbasierte Inkjet-Druck erfülle die Umwelt- und Recycling-Anforderungen, so dass auch eine lebensmittelkonforme Produktion möglich sei, so Heidelberg. Das Drucksystem sei in bestehende Workflowumgebungen integrierbar.

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