Ein Anwender berichtet aus der Praxis

Wie eine mittelständische Druckerei die neue Norm ISO 12647-2:2013 umsetzt

Seit einigen Jahren gibt es eine neue Norm in der Druckindustrie. Neuerungen, gerade wenn es um Prozessnormen geht, bringen es mit sich, dass sie in der Regel nicht einfach einer bis dahin verwendeten Norm übergestülpt werden können. Was ist notwendig und bei der Einführung der neuen Norm zu beachten? Auf einem Fachkongress zum Offsetdruck (veranstaltet von Print Xmedia Consult Nordost und Print Xmedia Süd) wurden diese (und andere) Fragen aufgeworfen. Antworten lieferte ein Anwender, der reichlich Erfahrungen damit gesammelt hatte.

Drucker wie Druckvorstufen-Experten waren gleichermaßen gespannt, welche Erfahrungen Kollegenbetriebe wohl mit der neuen Norm haben würden. Thorsten Stickel von Color+ (Holzminden) gab seine Erfahrungen mit der „Umsetzung der ISO 12647-2:2013 in einer mittelständischen Druckerei“ zum Besten – mit einem Schuss Ironie und Humor, wobei er nicht an Selbstironie sparte.

Anzeige

In einer Bestandsaufnahme der Jahre 2013/2014 bezeichnete Stickel seine Kunden als „gut eingestellt“, Farbproof und Druckmaschinen passen (bei gestrichenen Papieren) gut zueinander, wobei die ungestrichenen Papiere nicht mit einbezogen wurden, da die Proofs nicht zufriedenstellend ausfielen. Von Kundenseite werden weniger PSO-Uncoated-ISO-12647(ECI)-Profildaten angeliefert, als vielmehr ISO-Coated-v2(ECI)-Daten, wobei letzterer laut Stickel als Austauschfarbraum zum Digitaldruck dient – genau wie die neuen v3-Profile.

Als bekannt wurde, dass eine neue Norm in den Prozessalltag Einzug halten würde, begann man bei Color+ mit der Vorbereitung (Schulungen, Kurse). Es sollten neue Profile, neue Papierklassen etc. kommen, doch wartete man anfangs darauf vergeblich, so Stickel. Vor dem Hintergrund, dass die Neueinführung der Norm ein wenig schleppend vonstatten ging, stellte man sich natürlich Fragen wie: Lohnt sich der Aufwand für uns überhaupt, sollen wir das eigentlich machen? Doch wurde es dann 2015 konkreter mit der Installation einer konventionellen Bogenoffset-Druckmaschine (von Komori) mit H-UV, an der die Umsetzbarkeit der ISO 12647-2:2013 geprüft wurde – musste man sich früher oder später ja sowieso rezertifizieren lassen, so Stickel weiter.

Wie ging es weiter? Lesen Sie in der Ausgabe Deutscher Drucker 1/2018 unseren Bericht über Thorsten Stickels spannenden Vortrag. Das Heft kann im print.de-Shop einzeln bezogen werden. Und wer keine DD-Ausgabe mehr verpassen will, findet hier sicherlich auch das passende Abo-Modell für seine Bedürfnisse. [3783]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: