Gemeinsamer Webshop stößt Druckereien vor den Kopf

Deutsche Post wirbt für den Druck bei Flyeralarm

Mit diesem Mailing wirbt die Deutsche Post für den gemeinsamen Servive mit Flyeralarm.

Hintergrund dieser Werbeaktion ist der gemeinsame Onlineshop der Deutschen Post und der Onlinedruckerei Flyeralarm flyeralarm-postaktuell.de. Über diesen Shop sollen kleine und mittlere Geschäftskunden ihre Werbemedien gestalten und drucken lassen und anschließend deren zielgenaue Verteilung in Auftrag geben können. Mit einer Live-Schnittstelle zur Post, so heißt es in der entsprechenden Pressemeldung beider Unternehmen, ließen sich Zustellgebiete und Auflagen planen und kalkulieren.

Flyeralarm hat für diese Dienstleistung eigens den Geschäftsbereich Flyeralarm Logistics ins Leben gerufen, der druckt, selektiert, verpackt und schließlich die Sendungen an die Deutsche Post übergibt. Bei der Post läuft die Dienstleistung über den Servicebereich Postaktuell, der sich dann um die Verteilung der Postwurfsendungen kümmert.

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Nun hat diese vorweihnachtliche Werbemail allerdings auch zahlreiche Druckunternehmen – Kunden der Post – erreicht, die sich durch die Empfehlung der Post, doch bei Flyeralarm drucken zu lassen („Druck und Versand – alles aus einer Hand. Der Einsatz von Flyeralarm und Postaktuell hat viele Vorteile“), durchaus vor den Kopf gestoßen fühlen. So stellt beispielsweise Reinhard Berlin, Geschäftsführer der Berlin Druck GmbH + Co KG in Achim, in einem Blogpost die provokante Frage „Wozu braucht die Post dann noch uns, unsere Kunden, die Werbeagenturen, die Mailingdienstleister?“,

Gerade die Mailingdienstleister lieferten der Deutschen Post schließlich tagtäglich Millionenumsätze in die Haustür, so Berlin. Doch deren Geschäft könnte das Post-Druckerei-Angebot fast komplett übernehmen, denn wie Flyeralarm und Post verlauten lassen, können „im gemeinsamen Webshop Flyer, Faltblätter, Selfmailer, Gruß- und Einladungskarten sowie Magazine gestaltet und deren Verteilung nach definierten Haushalten, Städten, Ortsteilen oder Postleitzahlgebieten beauftragt werden“.

„Kuvertieren, sortieren, optimieren, aufliefern: Das kann jetzt die neue Elefantenhochzeit ganz ohne die „alten“ Kunden, die seit Jahr und Tag treu zur Deutschen Post gestanden haben – und wahrscheinlich zusätzlich auch noch den größten Teil des Warenversandes über DHL erledigen“, ärgert sich Berlin.

Wie beurteilen Sie diese Kooperation von Druck- und Zustelldienstleister? Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare.

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