Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH hat Insolvenzantrag gestellt

Weppert-Geschäftsführer Norbert Hettrich – hier beim beim Online-Print-Symposium 2015.

Als Grund für den Insolvenzantrag wird der “überraschende und kurzfristige Wegfall eines wichtigen Großkunden” genannt, den das Unternehmen “kurzfristig nicht kompensieren kann”. Geschäftsführer Norbert Hettrich will, wie er sagt, “den vorläufigen Insolvenzverwalter bestmöglich unterstützen, damit unser Druckhaus wieder erfolgreich ist.“ Die Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH kooperiert unter anderem mit dem Online-Druckportal xposeprint.de sowie dem Web-to-Print-Portal VIP Print. Sie sind von der Insolvenz nicht direkt betroffen.

Die Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH hat drei Standorte in Schweinfurt. 1839 gegründet, hatte Weppert 2004 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Dies schreibt die Regionalzeitung Main-Post. Norbert Hettrich übernahm damals das Unternehmen mit 20 der verbliebenen Mitarbeiter. Laut Main-Post wuchs das Unternehmen bis 2009 auf 80 Mitarbeiter. Da musste Hettrich selbst einen Insolvenzantrag stellen. Hauptgrund laut dem damaligen Insolvenzverwalter war „allgemeiner Auftragsmangel“. Die schwere Wirtschaftskrise von 2008 schlug auf die Druckerei durch. Vor acht Jahren stieg dann Flyeralarm ein. Flyeralarm und Hettrich gründeten zusammen das gemeinsame neue Unternehmen „Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH“. Seither wuchs der Betrieb auf 150 Mitarbeiter.

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Auf einer Versammlung wurden sie über die aktuelle Situation informiert. In den kommenden Wochen will der Verwalter Sanierungsmaßnahmen umsetzen. Zum Pluta-Team gehört noch Rechtsanwalt Patrick Meyerle. Das Unternehmen und der Insolvenzverwalter werden zudem unterstützt vom Unternehmensentwickler und Restrukturierungsmanager Markus Urrutia (Consabis, Lohr am Main). Urrutia wird wie folgt zitiert: „Der Wettbewerbsdruck in der Branche ist nach wie vor hoch. Das Druckhaus hat sich sehr gut aufgestellt. Die Prozesse im Unternehmen sind eingespielt, doch selbst ein so gut geführtes Unternehmen kann einen unvorhergesehenen Umsatzeinbruch nicht verkraften. Die Voraussetzungen für das Druckhaus sind damit ausgesprochen gut, eine dauerhafte Fortführungslösung zu erzielen. Neue profitable Umsätze werden dabei der Hebel zum Erfolg sein.”

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