Produktionskapazitäten und Personalbestand im Druckzentrum Essen sollen reduziert werden

Funke Mediengruppe will 90 Arbeitsplätze in Essen streichen

Blick in eine Produktionshalle des Druckzentrums Essen der Funke Mediengruppe (Foto: Deutscher Drucker).

In der Funke Mediengruppe gab es in den zurückliegenden Jahren eine Reihe von Veränderungen. Im Druckereibereich wurden immer wieder mal Stellen gestrichen, wie zum Beispiel im vergangenen Jahr, als es zu Entlassungen im Druckzentrum Hagen kam. Mitte Mai 2013 hatte print.de gemeldet, dass die zur Funke Mediengruppe gehörende Zeitungsgruppe Thüringen ihre Druckerei in Löbichau schließt. Durch die Schließung in Löbichau verloren mehr als 100 Mitarbeiter dort ihren Arbeitsplatz.

Zum Funke-Medien-Konzern gehören vier Druckzentren: In Essen, Hagen, Braunschweig und Erfurt. Produziert werden eigene Zeitungen und Fremdaufträge. Bekannte Titel der Mediengruppe sind zum Beispiel WAZ und Westfalenpost, Thüringer Allgemeine, Braunschweiger Zeitung, Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost.

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Nicht unwichtig bei diesem Personalschnitt dürfte auch die Tatsache sein, dass bei der Funke Mediengruppe seit Frühjahr 2015 eine Art „Harmonisierungsprojekt“ laufe, wie das Handelsblatt berichtete. Ziel des Vorhabens sei es, Unternehmensbereiche der verschiedenen Konzerntöchter zu zentralisieren, wo immer dies sinnvoll und möglich ist. Ausdrücklich ausgenommen davon seien die Redaktionen, so das Handelsblatt weiter. Anlass für das Projekt war offenbar die Übernahme des „Hamburger Abendblatts“, der „Berliner Morgenpost“ sowie mehrerer Zeitschriften des Medienhauses Axel Springer im vergangenen Jahr, wie es heißt.

Wann das Projekt beendet sein wird, ist wohl noch offen. Jedem bei Funke sei bewusst, dass am Ende des Harmonisierungsprojekts der Abbau von Arbeitsplätzen stehen wird. Die kämen also noch hinzu. Derzeit hat Funke rund 6000 Mitarbeiter.

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