Familienunternehmen trennt sich von 42 Mitarbeitern

Hamburger H.O. Persiehl KG kauft Druckerei Kalden

Die Druckerei Kalden GmbH ist am 21. Dezember in den Besitz der H.O.Persiehl übergegangen.

Die Mitarbeiter sollen Angaben von Geschäftsführung und Betriebsrat zufolge nicht gekündigt werden, sondern in eine Transfergesellschaft wechseln. Die neuen Eigentümer würden diese Gesellschaft, die vom Betriebsrat, Verdi, der Agentur für Arbeit und der Dekra betrieben werde, finanziell so ausstatten, dass die Mitarbeiter über zwölf Monate 80 Prozent ihres Nettolohnes erhalten. In dieser Zeit beziehen die Betroffenen die volle Rentenversicherung und eine Eintrittsprämie. „Diese Zeit soll für Weiterbildungsmaßnahmen genutzt werden“, sagte Gaubatz, der an der Aushandlung dieser Lösung beteiligt war, gegenüber der Zeitung. Wer vor Ablauf dieser zwölf Monate einen neuen Arbeitsplatz finde, bekomme pro gewonnenem Monat eine Prämie.

39 der 42 Mitarbeiter haben laut “Werra-Rundschau” dem Übergang in die Transfergesellschaft zugestimmt. Der neue Eigentümer wolle den Standort Wanfried ausbauen und kurzfristig in eine neue Druckmaschine und eine Folienprägemaschine investieren.

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Wanfried-Druck ist ein Spezialist für die Herstellung von Verpackungen aus Papier und Karton wie zum Beispiel Etiketten, Schokoladeneinschläge, Faltschachteln und Mehrstückverpackungen. Die Kunden kommen vornehmlich aus der Lebensmittelindustrie, aber auch aus Pharma- und Tabakindustrie, sowie aus dem sogenannten Non-food-Bereich. Fünfmal wurde der Betrieb bereits verkauft. So gehörte er auch schon einmal zur Druckholding Arquana International Print & Media AG und wurde 2010 von Kalden und seinem Bruder wieder zurück in den Familienbesitz geholt. Der neue Eigentümer H.O.Persiehl hat sich mit 260 Mitarbeitern auf die Produktion hochwertiger Zuschnitte und Faltschachteln für die Tabak-, Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie sowie Akzidenzen spezialisiert.

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