In zwei Stufen insgesamt 4,2 Prozent mehr Lohn

HPV und Verdi einigen sich auf neuen Tarifvertrag in der papier- und kunststoffverarbeitenden Industrie

Jürgen Peschel, Verhandlungsführer des HPV, bewertet den Ausgang der Verhandlungen als "vertretbar".

Nach 13-stündigen Gesprächen verständigten sich die Parteien darauf, ab dem 1. Januar 2017 die Löhne, Gehälter und Ausbildungervergütungen der rund 100.000 Beschäftigten in der Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie um 2,1 Prozent zu erhöhen. Zum 1. April 2018 steigt der Lohn um weitere 2,1 Prozent. Die Einigung sieht eine 24-monatige Laufzeit bis zum 31. Oktober 2018 vor.

Jürgen Peschel, Verhandlungsführer des HPV, kommentiert den Abschluss: “Unser Ziel war es, nach zwei Abschlüssen mit hohen Reallohnsteigerungen, den Unternehmen bessere Handlungsspielräume für Investitionen und gleichzeitig mehr Planungssicherheit zu verschaffen; dies ist mit der heutigen Einigung erreicht worden, auch wenn wir dafür an die Belastungsgrenze gehen mussten. Bei einer weiterhin als mäßig prognostizierten Teuerungsrate sorgen die Entgelterhöhungen mit der aktuellen Einigung und den vergangenen Abschlüssen weiterhin für mehr Geld im Portemonnaie.”

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Der stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführer Frank Werneke bezeichnet das Ergebnis der Verhandlungen als “respektabel”: “Mit dem Ergebnis von insgesamt 4,2 Prozent konnte eine echte Reallohnsteigerung durchgesetzt werden.”

Die ursprüngliche Forderung der Gewerkschaft lag bei 5,0 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Im Verlauf der Verhandlungen hatte Verdi auch zu zahlreichen Warnstreiks aufgerufen.

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