US-Papierkonzern Neenah Paper trennt sich von deutscher Fabrik

Kajo Neukirchen Gruppe übernimmt Neenah Lahnstein

Neenah Lahnstein in der Nähe von Koblenz produziert Spezialpapiere und Vliese.

„Ziel der Übernahme ist es, das Unternehmen gemeinsam mit Management und Mitarbeitern konsequent auf höherwertige, innovative Produkte für industrielle Anwender zum Beispiel im Baugewerbe oder in der Medienindustrie auszurichten“, sagte Dr. Kajo Neukirchen, Geschäftsführer der Kajo Neukirchen Gruppe. Er sei davon überzeugt, dass Neenah Lahnstein mit der Erfahrung der Kajo Neukirchen Gruppe bei der Führung mittelständischer Industrieunternehmen deutlich stärker und rentabler wachsen könne.

Detlef Stoltefaut, Geschäftsführer von Neenah Lahnstein, erklärte: „Die Kompetenz unseres künftigen Eigentümers eröffnet dem Unternehmen neue Perspektiven.“

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Neenah Lahnstein, 1911 gegründet, ist auf Spezialpapiere und Vliese spezialisiert, wie sie zum Beispiel für fälschungssichere Dokumente, in der dem Wetter ausgesetzten Außenwerbung oder bei hochwertigen Wandverkleidungen benötigt werden. Das Unternehmen bedient Kunden sowohl in Deutschland als auch im west- und osteuropäischen Ausland. „Die hochwertigen Papiere und Vliesstoffe von Neenah Lahnstein finden auch im digitalen Zeitalter wachsende Märkte“, sagte Dr. Michael Bauer, neuer Chief Financial Officer der Kajo Neukirchen Gruppe und künftiges Beiratsmitglied bei Neenah Lahnstein. „Überschneidungen mit unserem Beteiligungsportfolio gibt es nicht; deshalb erwarten wir keine wettbewerbsrechtlichen Probleme bei der Übernahme.“

Die Kajo Neukirchen Gruppe ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt, das sich laut eigener Darstellung “auf wesentliche Beteiligungen an deutschen mittelständischen Unternehmen der Investitionsgüterindustrie spezialisiert hat”. Unter anderem ist die Gruppe bei den Logistikunternehmen LGI Logistics Group International und ITG GmbH engagiert.

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