Produktion hochwertiger Verpackungskartons soll ausgeweitet werden

Konsortium unter Führung der Schaeff-Gruppe übernimmt Scheufelen

Auch die für ihre gestrichenen Papiere bekannte Papierfabrik Scheufelen (hier eine Luftaufnahme des Firmengeländes in Lenningen) soll sich künftig mehr auf den Verpackungssektor konzentrieren.

Alexander Schaeff, geschäftsführender Gesellschafter der Schaeff-Gruppe, bezeichnet die Akquisition von Scheufelen als logischen Schritt, um den Tätigkeitsbereich von Schaeff auszubauen: „Scheufelen ist ein führender Hersteller von gestrichenen Premium-Papieren für den graphischen Sektor. Die jüngste Entwicklung bei Scheufelen, die hochwertigsten Oberflächen auch auf dem Verpackungssektor anzubieten, passt zu den strategischen Absichten der Schaeff-Gruppe.“

Die Schaeff-Gruppe, deren Schwerpunkt im Spezial-Maschinenbau liegt, will sich neue Märkte im Verpackungsbereich und in der Verpackungstechnologie erschließen. Am Erwerber-Konsortium sind neben der SchaeffGruppe auch die auf Investitionen in Konzernabspaltungen spezialisierte Münchener Beteiligungsgesellschaft Radial Capital Partners sowie Ulrich Scheufelen, Ehrenvorsitzender und Mitglied der früheren Eigentümerfamilie, beteiligt.

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Die Neuausrichtung der Papierfabrik Scheufelen, neben den gestrichenen Papieren auch Anbieter von Premium-Verpackungen zu werden, soll unter den neuen Anteilseignern konsequent fortgesetzt werden. Hierbei wird das Unternehmen von den Branchenexperten von Mirow & Co. um Andreas Mirow, vormals Leiter Pulp & Paper Global bei McKinsey & Co., unterstützt.

Paper Excellence betreibt sieben Zellstofffabriken in Kanada und zwei Zellstofffabriken in Frankreich. In 2011 wurde die Papierfabrik Scheufelen übernommen, um den Papierbereich auszubauen. Inzwischen konzentriert man sich wieder auf den Zellstoffbereich und hat bereits die Papieraktivitäten in Kanada aufgegeben. Mit dem Verkauf der Papierfabrik Scheufelen zieht sich Paper Excellence vollständig aus der Papierproduktion zurück. Paper Excellence hatte im Jahr 2011 für die Übernahme von Scheufelen 38,5 Mio. Euro bezahlt. Zuvor – ab 2009 – war die Lenninger Firma im Besitz der finnischen Powerflute-Gruppe (Kuopio) gewesen.

 

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