Ausbau des Digitalgeschäfts soll das Unternehmen retten

Lausitzer Druckhaus startet Verfahren in Eigeninsolvenz

Das Lausitzer Druckhaus (Bautzen) will sein Insolvenzverfahren in Eigenregie führen.

“Die avisierten Umsatzsteigerungen blieben unter den Prognosen. Aus diesem Grund haben wir empfohlen, die eigenverwaltete Sanierung zu beantragen”, erklärt Thomas Mulansky. Ziel sei es, innerhalb des Insolvenzverfahrens den Standort Bautzen und die Arbeitsplätze zu erhalten. “Gleichzeitig bietet dieses Verfahren die Möglichkeit, das Unternehmen nachhaltig zu sanieren”, so Thomas Mulansky weiter.

Aufgrund der aktuellen finanziellen Probleme wurde eine neue Strategie entwickelt, die das Bestehen des Unternehmens sichern soll. In Zukunft sollen Überregionalität und der Ausbau des Digitaldruckgeschäftes im Mittelpunkt stehen. “Wir wollen das Geschäft ausbauen und so zusätzliche Umsätze generieren”, so Robert Czyzowski, Geschäftsführer und Inhaber des Unternehmens. Da die Verhandlungen mit Gläubigern und Großkunden zur Unterstützung der Unternehmensstrategie durch ein geschlossenens Finanzierungs- und Sanierungskonzept nicht erfolgreich waren, setzt das Lausitzer Druckhaus dieses nun in Eigenregie um.

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Anders als bei einem “normalen” Insolvenzverfahren kann der Ge­schäfts­führer bei einem Verfahren in Eigenverwaltung das Unternehmen weiterhin verantwortlich lenken. Ihm zur Seite ist ein Sachwalter gestellt, der das Verfahren aus der Perspektive des Gläubigerschutzes begleitet. Während des Verfahrens soll der Geschäftsbetrieb des Lausitzer Druckhaus GmbH uneigeschränkt weiterlaufen.

Das Druckhaus ist mit seinen 50 Mitarbeitern überwiegend Offset- und Digitallösungen spezialisiert.

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