Gläubigerausschuss beauftragt Unternehmen mit der Vorlage eines Sanierungskonzeptes

Papierfabrik Hainsberg: Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet

Rechtsanwalt Andreas Elsäßer von Schultze & Braun.

Der Geschäftsbetrieb laufe während des gesamten Insolvenzverfahrens ohne Einschränkungen weiter, heißt es in einer Pressemitteilung der Insolvenzverwaltung Schultze & Braun. „Die Papierfabrik erwirtschaftet weiterhin Gewinne“, lässt in diesem Zusammenhang der sogenannte Sanierungsgeschäftsführer Rechtsanwalt Andreas Elsäßer von Schultze & Braun, verlauten. Arbeitsplätze seien keine in Gefahr. Das Sanierungskonzept soll nach Möglichkeit noch im Juli den Gläubigern vorgelegt werden.

Ursache der finanziellen Probleme, heißt es in der Pressemitteilung weiter, sei eine Baumaßnahme am Papiermaschinengebäude, die während des laufenden Produktionsbetriebes durchgeführt werden musste und sich komplizierter und teurer erwies als ursprünglich geplant. Dies sowie der zwischenzeitliche Verlust zweier margenstarker Großaufträge habe die Liquiditätssituation des Unternehmens wesentlich belastet.

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HintergrundDie Papierfabrik Hainsberg wurde im Jahre 1838 gegründet und erwirtschaftet heute – laut Schultze & Braun – mit Recyclingdruckpapieren der Marke Lettura in den vier Produktgruppen Druckpapiere, Büropapiere, Briefumschlagpapiere und Spezialverpackungspapiere einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro.

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