Standort München wird im 1. Halbjahr 2018 geschlossen

Papiertechnische Stiftung konzentriert Aktivitäten künftig in Heidenau

Die Papiertechnische Stiftung konzentriert zukünftig ihre Aktivitäten im sächsischen Heidenau.

Die PTS habe in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe struktureller und personeller Anpassungen vorgenommen, um die seit der Finanzkrise 2009 verlustreiche Geschäftsentwicklung in eine dauerhafte positive Richtung zu drehen. “Das für uns nach wie vor sehr ungünstige wirtschaftliche Umfeld und der zunehmend schwierige Zugang zu wichtigen Forschungsförderprogrammen konnten leider trotz großem Engagement von Vorstand und Belegschaft nicht in ausreichendem Maße kompensiert werden”, erläutert der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Frank Miletzky.

Laut einer Information der Papiertechnischen Stiftung ergeben sich aus dem Beschluss des Stiftungsrates folgende Veränderungen:

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  • Materialprüfungen und analytische Dienstleistungen werden bereits aktuell überwiegend am Standort Heidenau bearbeitet, daher sollen die Münchner Laboratorien dort integriert werden. Die Möglichkeiten für Entwicklungsarbeiten zum Thema Streichtechnik sollen im Heidenauer Technikum ausgebaut werden, da eine Umsetzung der Versuchsstreichanlage Vestra von München nach Heidenau nicht wirtschaftlich durchführbar sei.
  • Ebenfalls weitergeführt werde der Geschäftsbereich Verpackung & Konformität. Dessen inhaltliche Ausrichtung soll so angepasst werden, dass möglichst viele Synergien mit anderen Geschäftsbereichen entstehen.
  • Die Aus- und Weiterbildung soll eines der zentralen Ziele der PTS bleiben. Der Wegfall der Seminarräume in München erfordere eine Überarbeitung des Angebotes. Insbesondere soll die gerätetechnische Ausstattung in Heidenau stärker einbezogen und das Portfolio dadurch praxisorientierter gestaltet werden. Geplant sei zudem der weitere Aus- und Aufbau von Kooperationen mit Hochschulen, Universitäten und anderen Ausbildungsinstituten.

Die Schließung des Münchner Standortes soll laut Prof. Dr. Miletzky ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstattengehen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern soll die Chance eingeräumt werden, in Heidenau weiter für die PTS zu arbeiten.

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