US-Investmentfirma AIP nimmt den Druckmaschinenhersteller ins Portfolio

Shanghai Electric verkauft Goss International

Goss-CEO und President Richard Nichols steht seit Sommer 2012 an der Spitze des Druckmaschinenherstellers.

Goss International war über wechselnde Tochterfirmen des SEC-Konglomerats seit 2009 in Teilen und dann ab 2010 vollständig im Besitz der Chinesen gewesen. Der Kontakt zwischen Goss und SEC reicht allerdings deutlich weiter zurück: Seit 1993 betrieben Goss und die SEC-Tochter SPPM ein Joint-Venture-Unternehmen in Shanghai, die Shanghai Goss Graphic Systems. Dort werden vor allem einfachbreite Zeitungsrotationen gebaut.

Goss International gibt seine Mitarbeiterzahl (Stand 2014) mit 2.000 an. Wie alle anderen Druckmaschinenhersteller ist auch das US-Unternehmen in den vergangenen Jahren kräftig geschrumpft. 2008 lag die weltweite Mitarbeiterzahl noch bei 4.000. 2013 hatte Goss International seine noch verbliebenen Fertigungskapazitäten in Europa – das Werk im nordfranzösischen Montataire – aufgegeben und produziert Druckmaschinen seither nur noch in den USA und China. In den Niederlanden stellt die Tochterfirma Goss Contiweb weiterhin unter anderem Trockner für den Heatset-Rollenoffset sowie Rollenwechsler her.

Anzeige

American Industrial Partner (AIP) ist eine seit 1989 operierende Private-Equity-Firma, die sich in amerikanischen Unternehmen engagiert. Zu den aktuellen Beteilungen zählt seit Oktober 2012 der Druckmaschinen- und Prepress-Hersteller Presstek. AIP war zeitweise auch bei Mark Andy und Day International engagiert, ist also für die Druckbranche kein unbekannter Investor. Bevor die Shanghai Electric Corporation Goss International übernahm, war die US-Investmentfirma Matlin Patterson Hauptinvestor bei Goss gewesen.

Seit Juni 2012 wird Goss International von Richard Nichols geleitet, der kurz nach der Drupa Jochen Meisner abgelöst hatte.

Das könnte Sie auch interessieren: