Seit März wird dort auch der Bonner Generalanzeiger produziert

Weitere KBA-Rotation für Druckzentrum der Rhein-Zeitung

3D-Schema der ab 2017 um zwei Drucktürme erweiterten Commander CT 6/2-Anlage in Koblenz

Im Mai 2012 war durch den Mittelrhein-Verlag das mehr als 42 Mio. Euro teure Druckzentrum in Betrieb genommen worden. Das Herzstück ist eine dreifachbreite KBA Commander CT mit vier Rollenwechslern, vier 6/2-Drucktürmen und zwei Falzwerken, das nun durch die neue Kompaktrotation erweitert wird. Mit einer maximalen Papierrollenbreite bis 2.100 mm ist die KBA Commander 6/2 auf das Rheinische Format ausgelegt. “Neben der Rhein-Zeitung sollen auf der dreifachbreiten Rotation Anzeigenblätter, Beilagen und Fremdaufträge mit einer wöchentlichen Auflage von rund zwei Millionen Exemplaren gedruckt werden”, heißt es nun in einer Pressemitteilung des Maschinenherstellers.

Die verkaufte Auflage der Rhein-Zeitung mit ihren 13 Regionalausgaben beträgt von rund 185.000 Exemplare. Das Blatt erscheint täglich im Großraum Koblenz, vom Westerwald über den Hunsrück und von der Eifel bis zum Taunus. Das Verbreitungsgebiet grenzt im Norden direkt an jenes des Generalanzeigers, für den die IVW im Quartal 1/2016 noch knapp 70.000 verkaufte Exemplare ausweist.

Anzeige

GA-Herausgeber Hermann Neusser hatte im März geschrieben, dass sich auf der derzeitigen Rotationsmaschine in Bonn durch den Druck des General-Anzeigers und dem Wochenblatts “Schaufenster” noch eine Kapazitätsauslastung von etwa 40 Prozent ergeben hatte. Im Rotationsbereich in Bonn haben laut Neusser zehn Mitarbeiter und im Versandbereich weitere 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verloren.

Das Koblenzer Druckzentrum wird nicht durch die Rhein-Zeitung selbst sondern im Zuge eines Werkvertrages durch den Ahrensburger Dienstleister TMI betrieben.

Maschinentechnik

Die automatische Beschickung der zwei für Papierrollen bis 1.524 mm Durchmesser ausgelegten KBA Pastomat-Rollenwechslern erfolgt wie bei der bereits bestehenden Anlage über KBA Patras. Für Spadea-Produktionen sind auch 5/12-, 7/12- und 11/12-Bahnbreiten möglich. Die mit automatisierten Walzenschlössern ausgestatteten zwei Kompakt-Achtertürme sind für Wartungsarbeiten auseinander fahrbar. Sie verfügen über Plattenwechsel-Vollautomaten KBA Platetronic, KBA Niptronic-Lagertechnik, Fan-out-Kompensation KBA Fanotronic, automatische Farbregisterregelungen, KBA Cleantronic-Gummituchwascheinrichtungen, Farbwerkwaschanlagen und zentrale Farbversorgung.

Gesteuert wird die Anlage über KBA Ergotronic-Leitstände, die mit dem Automatisierungsbaustein KBA Easytronic für minimale Makulatur und geringe Rüstzeiten sorgen. Laut KBA wird der Maschinenhersteller gemeinsam mit dem Unternehmen die komplette Wartung, Produktionsbegleitung, -überwachung und Maschinenprüfungen der Commander CT 6/2 vornehmen.

Das könnte Sie auch interessieren: