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„Migrationsunbedenkliche“ neue Offset-Druckfarbe

Epple Druckfarben hat eine neue migrationsunbedenkliche Verpackungsoffset-Druckfarbe entwickelt.

Die bestehenden strengen Farbmigrationsgrenzwerte für Lebensmittel-Primärverpackungen sollen kein Problem mehr darstellen, geht es nach der Epple Druckfarben AG. Denn die hat eine neue Offsetfarbenserie entwickelt, die als „migrationsunbedenklich“ eingestuft ist und sich so für den Lebensmittelverpackungsdruck besonders eignen soll.

Die Weltneuheit, die der bayerische Druckfarbenhersteller Epple Druckfarben AG unter dem Namen Bofood MU vertreibt, beseitigt das bisher bestehende Restrisiko bei Primärverpackungen vollständig. Das Geheimnis der neuen Farbrezeptur: Die Bindemittel der neuen Offsetdruckfarbe bestehen aus Nahrungsmittelkomponenten oder Lebensmittelzusatzstoffen. Im Fall eines Stoffübergangs migriert somit keine toxische Substanz, sondern nichts anderes als ein ungefährliches Lebensmittel. „Zwei Jahre lang haben wir an dem neuen Produkt geforscht und es umfangreichen Tests auf unseren Druckmaschinen und denen unserer Kunden unterzogen“, berichtet Dr. Carl Epple, Vorstand der Epple Druckfarben AG. Als Ergebnis kann mit Bofood MU nun die erste lebensmittelverträgliche Druckfarbenserie präsentiert werden, „die noch dazu in Bezug auf die Druckeigenschaften konventionellen migrationsarmen Farben deutlich überlegen ist“, so Dr. Epple weiter.

Anwendung. Damit ist nun nach den Mitte der 90er Jahre entwickelten geruchsarmen Druckfarben und den vor einigen Jahren vorgestellten migrationsarmen Farben eine dritte Farbgeneration auf dem Markt, die über die positiven Druckeigenschaften der Vorgänger verfügt, ohne dass der Drucker deren Nachteile in Kauf nehmen muss. Denn Bofood MU ist migrationsunbedenklich, geruchsarm und swellingarm (das heißt Folie wird durch das Eindringen von Komponenten aus dem Farbfilm nicht verworfen) und verfügt darüber hinaus laut Hersteller über ein gutes Trocknungsverhalten. Anders als herkömmliche migrationsarme Farben, die kaum in das Papier oder den Karton eindringen, sondern „obenauf liegen bleiben“ und damit in der Vergangenheit häufig drucktechnische und/oder terminliche Probleme mit sich gebracht haben, können die neuen Druckfarben wegschlagen und zeigen dadurch wesentlich bessere physikalische Trocknungseigenschaften als solche, die das nicht können.

Was hat der Drucker davon? Für den Drucker bedeutet das, dass eine schnellere Weiterverarbeitung der Druckbogen erreicht wird und er dadurch eine deutlich höhere Effizienz erzielen kann. Und die Serie Bofood MU verfügt zusätzlich über einen bedeutenden Sicherheitsaspekt: Falls es im bedruckten Stapel mal zu einer unerwünschten Abklatschmigration der bedruckten Außenseite auf die unbedruckte Innenseite kommt, sind die Verpackungen dennoch lebensmittelkonform, da nur Nahrungsmittelkomponenten migrieren undeine Kontamination mit toxischen Bestandteilen ausgeschlossen ist. Für den Drucker bedeuten die positiven Eigenschaften der neuen Offsetdruckfarbenserie laut Hersteller „zufriedenere Kunden“, denn neben der schnelleren Verarbeitung ist die Sicherheit ein gewichtiges Argument für die Lebensmittelbranche.
Die Markenartikler – laut Gesetz die „Inverkehrbringer“, die den Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte erbringen müssen – haben mit dieser Farbe kein Restrisiko mehr bei den Migrationsnormen. Denn falls wirklich etwas migriert, handelt es sich um ein Lebensmittel oder einen Lebensmittelzusatzstoff. Und damit ist auch die Einhaltung der Eupia-Guideline für Druckfarben, die einen strengen Zeitplan für die Umsetzung der Grenzwerte für nicht bewertete Substanzen vorsieht, möglich.

Konformität bestätigt 

Epple hat die Offsetdruckfarbenserie Bofood MU auf die Erfüllung der lebensmittelrechtlichen gesetzlichen Bestimmungen überprüfen lassen. Das Fraunhofer-Institut hat dem Produkt Zertifikate erteilt, die dokumentieren, dass die mit Bofood MU erstellten Drucke mit der sogenannten Rahmenverordnung 1935/2004 des Europäischen Parlaments konform sind. Diese Verordnung fordert unter anderem, dass die menschliche Gesundheit auf keine Weise gefährdet werden darf. Auch die Konformität mit der Plastikrichtlinie 2002/72/EG wurde vom Fraunhofer-Institut bescheinigt. Diese Richtlinie gilt für Materialien und Gegenstände, die „dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen“. Sie legt einen Globalmigrationswert von der Verpackung ins Lebensmittel von 60 ppm (parts per million) für die gesamte Herstellungskette fest, sowie eine Migrationsgrenze von 10 ppb (parts per billion) für toxikologisch nicht vollständig bewertete Substanzen (darunter fallen unter anderem die Lösemittel von Farben).

Neue Druckfarbe und Kaltfolienkleber im Programm von Epple

Die neue Offsetfarbenserie ist ab sofort in einer Skala von Primärfarben und als konzentriertes Farbmischsystem sowie in Metallicfarben bei Epple erhältlich. Darüber hinaus wurde auch ein lebensmittelkonformer Kaltfolien-Auftragkleber für Primärverpackungen kreiert, der laut Epple denselben Ansprüchen genügt wie die migrationsunbedenkliche neue Farbe.

Erschienen in DD 27/2009

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