Andrew Davis: "Die Zukunft des Digitalen ist Print!"


 

Dinge, die die Menschen digital interessieren in optisch und haptisch ansprechender Form als Printprodukt anbieten = Das Content-Kontinuum

Das Content-Kontinuum.

Die Voraussetzung dafür ist, künftig anders an die Dinge heranzugehen. Das bedeutet, so Davis, nicht mehr klassisch vom Printprodukt aus zu denken: Magazin, Online-Variante und danach die mobile Version und App. Vom Denkansatz, wie sich das Gedruckte für digitale und mobile Medien aufbereiten lässt, gehört der Vergangenheit an, wenn es nach Andrew Davis geht. Künftig werde der digitale Content die Basis aller weiteren Überlegungen sein. Denn nur dann kann es funktionieren, dass die digitale Welt zur treibenden Kraft für den Erfolg von Print wird.

Davis nennt diesen Ansatz das „Content-Kontinuum“: Denn durch die Messbarkeit der digitalen Angebote lässt sich heute genau feststellen, welche Inhalte die Nutzer am meisten interessieren. Warum sollte man ihnen diese Themen also nicht auch ausführlicher oder in optisch und haptisch ansprechender Form in einem gedruckten Produkt anbieten? Die stärkere Nachfrage-Orientierung könne zudem davor schützen, Produkte am Markt vorbei zu entwickeln und dadurch unnötig Geld zu verlieren.

Die dritte Säule im „Content-Kontinuum“ bildet der Bereich „Mobile“, der zum einen natürlich zur Erhöhung der Reichweite gesehen werden kann, zum anderen aber auch als Verbindungsglied zwischen digitaler und gedruckter Welt. So können beispielsweise Augmented-Reality-Anwendungen ein „Eintrittstor“ in die virtuelle Welt sein, obwohl die Basis dafür – unter anderem – in einem gedruckten Produkt liegt. Außerdem sind mobile Angebote eine gute Möglichkeit, die Nutzer zurück auf die eigenen digitalen Plattformen, die eigenen digitalen Inhalte zu führen.

Trends aufspüren.

Aber woher die Ideen für neue Produkte dieser Art nehmen? Für Andrew Davis ist die Antwort simpel: Trends lassen sich leicht identifizieren, wenn man sich  diese neuen Plattformen genau ansieht. Wie Instagram zum Beispiel. Bereits im April 2012 hat das Soziale Netzwerk die Marke von einer Milliarde geposteter Bilder durchbrochen und mindestens genauso lange haben sich diverse Spin-Off-Unternehmen um Instagram herum entwickelt; viele davon mit einem Produkt, das am Ende in gedruckter Form daherkommt.

Wer seine Instagram-Bilder lieber für sich haben möchte – eventuell sogar als "Mini-Bilderbuch" – der ist bei "Social Print Studio", ehemals "Printstagram" richtig.

Instagram? Printstagram! 

So ist aus Instagram etwa die Online-Plattform inklusive App „Printstagram“ entstanden, die heute unter dem Namen „Social Print Studio“ bekannt ist. Über die App kann man sich seine auf Instagram geposteten Bilder ausdrucken lassen oder kleine Mini-Bilderbücher. Wer es lieber etwas edler mag und einen höheren kreativen Anspruch hat, für den sei die App „Canvaspop“ sowie die dazugehörige Website konzipiert. Denn hier entstehen aus den Liebslingsmotiven stilvolle Leinwanddrucke, die beispielsweise Wohnräumen den gewissen individuellen Touch verleihen. Und für alle, die viel reisen und die Daheimgebliebenen mit Grüßen bedenken wollen, wurde „Postagram“ entwickelt. Über diese App können die bei Instagram eingestellten Bilder an einen Druckdienstleister geschickt werden, der „echte“, physische Postkarten daraus herstellt und an den gewünschten Empfänger sendet. Ein Clou an der Sache: Das ursprüngliche Instagram-Bild lässt sich aus der Postkarte heraustrennen und beispielsweise an den Kühlschrank heften.

Wer sich die wachsende Bilderliebe der Internetnutzer auf andere Art und Weise zunutze machen kann, sind laut Davis Magazine und Zeitungen. So rief beispielsweise die New York Times, wie der Experte erklärte, seine Nutzer unter dem Motto „the Roof Lige“ bereits 2012 dazu auf, Fotos zu machen, auf Instagram hochzuladen und mit einem Hashtag zu versehen. Aktionen wie diese lassen nicht nur die Aufmerksamkeit für die Marke wachsen, sondern stärken auch die Bindung zu den Lesern. Und ganz nebenbei nutzte der Verlag die Inhalte seiner Leser, indem er zum Beispiel das beliebteste Foto auf die Titelseite des Printproduktes hob.

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