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„Neuer“ Big Player in Sicht? Amazon greift in den Publishing-Markt ein

Arc Publishing, das CMS der Washington Post, präsentierte sich erstmals auf der World Publishing Expo in Berlin
 

Hinter der Entwicklung von Arc Publishing stehen die Washington Post und Amazon-Gründer Jeff Bezos. Im Bild: Alex Remington am DCX-Stand von Arc Publishing.

2013 hat Jeff Bezos, Gründer des Online-Versandhandels Amazon, die Tageszeitung Washington Post gekauft. In den Jahren danach baute er das Blatt nebenbei zu einem Software-Unternehmen aus, das unter dem Brand Arc Publishing ein breit gefächertes, modular aufgebautes Content-Management-System (CMS) nutzt, aber auch anderen amerikanischen Verlagshäusern anbietet. In Content-Marketing- und Big-Data-Manier sollen diese Tools dem Versandhändler nach und nach auch über Zeitungskanäle neue Kundendaten zuspielen, wie man hört. In diesem Jahr präsentierte sich Arc Publishing nun auch in Deutschland – auf der Fachmesse World Publishing Expo/Digital Content Expo in Berlin (WPE/DCX).

Arc Publishing präsentierte sich auf der DCX mit einem minimalistischen Stand. Gemäß der Aussage „Services makes us better“ des Inhabers und Amazon-Gründers Jeff Bezos geht es ernsthaft darum, weitere Verlage vom ursprünglich für die Washington Post entwickelten CMS zu überzeugen.

Die Lösung besteht aus einer zweistelligen Zahl eng miteinander verzahnter Module, die auch einzeln verwendet und lizenziert werden können. Bei der Entwicklung wurde bewusst ein monolithisches System vermieden, höchste Priorität hatten die Gesichtspunkte Geschwindigkeit, Verfügbarkeit, Transparenz, Erweiterbarkeit sowie flache und einfachste Bedienbarkeit.

„WebSked“ etwa ermöglicht die einfache Planung des Redaktionsalltags, zur Content-Erstellung stehen Tools für Bild, Video, Text und Umfragen sowie Spiele zur Verfügung. „Clavis“ sorgt für die Personalisierung desselben. „Heliograf“ ermöglicht die automatisierte Artikelerstellung, zum Beispiel für Sport- oder Wahlergebnisse. Mit „Bandito“ und „Darwin“ sind schnell automatisierte Tests, beispielsweise A/B-Tests, welche Headline besser angenommen wird, und die Optimierung des Contents möglich.

Weitere Werkzeuge zur Web- wie Printseitenerstellung, „ModBots“ zur automatisierten Moderation von Blogs, Syndikation und Newsletterausgabe sowie zur Verwaltung der Anzeigen wie auch Analyse, beispielsweise wie lange Artikel sinnvoll monetarisiert werden können, stehen ebenfalls zur Verfügung. Auch der Bezahlvorgang wurde für den Kunden so einfach und bequem wie möglich integriert. Der Vortrag von Matt Monahan über die digitalen Publishing-Lösungen „seiner“ Washington Post fand regen Zuspruch und weckte Neugier. [2841]

Was war sonst noch so los auf der neuen Zwillingsmesse WPE/DCX in Berlin? Lesen Sie mehr hierzu im aktuellen Deutschen Drucker Nr. 24/2017.

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