Weiterempfehlen Drucken

Buchbinderei Lachenmaier: Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet

68 Arbeits- und Ausbildungsplätze sind betroffen
 

Die Reutlinger Buchbinderei Lachenmaier hat beim Amtsgericht Tübingen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Die Reutlinger Buchbinderei Lachenmaier hat im September dieses Jahres beim Amtsgericht Tübingen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt, der am 1. November bewilligt worden ist. Wie der Reutlinger General-Anzeiger berichtet, sei das Ziel eine Sanierung und die Erhaltung der 68 Arbeits- und sechs Ausbildungsplätze. Die Geschäftsführer Sylvie Weigel und Thomas Zigan, die im Mai dieses Jahres die Leitung der Buchbinderei übernommen hatten, werden nun während des Insolvenzverfahrens durch den Tübinger Rechtsanwalt Gerhard Walter als Sachwalter unterstützt.

Die Auftragslage sei gut, wie die Geschäftsführerin dem Reutlinger General-Anzeiger erklärte. Über das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung soll das Unternehmen nun saniert werden. Gerhard Walter sieht, wie aus dem Bericht der Tageszeitung hervorgeht, "konstruktive Ansätze", man müsse jedoch abwarten, wie sich die Auftragslage und die Vollkostendeckung entwickle. Eine Gläubigerversammlung ist vom Amtsgericht Tübingen für den 24. Januar 2017 anberaumt, wie es auf dem Online-Portal insolvenzbekanntmachungen.de heißt.

Die 1872 gegründete Buchbinderei Lachenmaier hat sich auf individuelle, innovative Verarbeitungswünsche spezialisiert. Zu den Kunden zählen Unternehmen aus den Premiumbereichen von Verlagen, Werbung und Industrie aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Der Umsatz des Unternehmens habe laut Sylvie Weigel in den vergangenen drei Jahren zwischen knapp fünf und sechs Millionen Euro gelegen, zitiert der Reutlinger General-Anzeiger. Vor zehn Jahre hatte das Unternehmen schon einmal Insolvenz beantragen müssen. Damals habe das Unternehmen durch den Einstieg von Investoren und ein Management-Buy-Out gerettet werden können.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Steigende Auflagen für Stuttgarter Kinderzeitung

Startauflage von 2014 fast verdoppelt

Das Modell "Kinder und Zeitung" funktioniert ganz offensichtlich gut. Das zeigen die aktuellen Auflagenmeldungen, die die Südwestdeutsche Medienholding für ihre "Stuttgarter Kinderzeitung" und "Stuttgarter Kindernachrichten" herausgegeben hat. Demnach haben die beiden Kinder-Ableger der „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ erstmals die 6000er-Marke überschritten. 

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Ist der Aufschwung auch bei Ihnen angekommen?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...