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Königsdruck wird nach ESUG saniert

Insolvenzverfahren nach ESUG wurde eröffnet – 22 von 26 Arbeitsplätzen gesichert
 

Das Unternehmen wird laut Olaf König vollumfänglich weitergeführt.

Nachdem die Königsdruck – Printmedien und digitale Dienste GmbH mit Sitz in Berlin am 27. April 2012 den Antrag auf das Insolvenzverfahren unter Eigenverwaltung (ESUG) gestellt hatte, wurde am 1. August 2012 das Verfahren dazu, wiederum in Eigenverwaltung des Geschäftsführers Olaf König, eröffnet. Ziel des am 1. März 2012 in Kraft getretenen Gesetzes ist eine Erleichterung bei der Unternehmenssanierung. Wie Geschäftsführer Olaf König gegenüber print.de bestätigte, ist "kurzfristig mit einer sehr guten Entwicklung des Betriebes zu rechnen. Das Unternehmen wird deshalb auch vollumfänglich weitergeführt."

Grund für den Insolvenzantrag nach ESUG sind laut König Druckkapazitäten aus dem Jahr 2003, "die sich aufgrund der allgemein bekannten Marktentwicklung nicht amortisierten. In Folge dessen kam es zum Auflaufen von Verbindlichkeiten."

Dem Geschäftsführer ist von nun an der Sachwalter, Rechtsanwalt Dr. Jürgen Wallner von der Kanzlei Wallner Weiß aus Berlin, zur Seite gestellt, der das Verfahren rechtlich begleitet und Verhandlungen initiiert und unterstützt.

Von den vormals 26 Arbeitsplätzen konnten laut König 22 gesichert werden.

Königsdruck ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf Druckveredelungen, Foliendruckerzeugnisse und Spezialdruckprodukte.

Hintergrund

ESUG: Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) stärkt die Gläubigerrechte und zielt auf die Sanierung notleidender Unternehmen. Die Stärkung der Eigenverwaltung, die Einführung eines sogenannten Schutzschirmverfahrens zwischen Eröffnungsantrag und Verfahrenseröffnung sowie der Ausbau und die Straffung des Insolvenzplanverfahrens bieten eine größere Auswahl an Gestaltungsoptionen bei Sanierungsfällen.

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Leserkommentare (1)

Dr. Andreas Selling | Montag, 13. August 2012 11:36:02

Königsdruck

Ach, Herr König, persönlich gönne ich es Ihnen und Ihren Mitarbeitern ja, und ich habe volles Verständnis, wenn Sie alles daran setzen, Ihr Unternehmen und die daran hängenden Arbeitspätze zu retten. Davon hängt für die Beteiligten ja Einiges ab. Auch ich würde an Ihrer Stelle kämpfen.

Insgesamt mag ich`s jedoch gar nicht mehr lesen: Jede Woche mehrere Insolvenzen in unserer Industrie. Aber überall waren es selbstverständlich nur irgendwelche Altlasten, die die Unternehmen in den Ruin getrieben haben. Ansonsten ist natürlich alles bestens. Gute Aufträge. Topp-Kunden. Super Maschinenpark. Jetzt sanieren wir uns erst einmal drei Monate, befreien uns von manch einer Hypothek der Vergangenheit, bitten die Gläubiger um Gnade, und dann geht es selbstverständlich weiter. Mit den Überkapazitäten in unserem Gewerbe. Mit Dumpingpreisen, mit denen man um den immer kleiner werdenden Kuchen kämpft. Same procedure ....

Und nächste Woche ist dann der Nächste dran. über den wir genau das Selbe lesen: Insolvent! Zahlungsunfähig. Aber natürlich: Gute Aufträge! Topp-Kunden ...

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