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Aus für Druckhaus Weppert

149 Mitarbeitern wurde gekündigt
 

Der Betrieb des Druckhauses Weppert in Schweinfurt ist seit dem 8. September stillgelegt.

Der Geschäftsbetrieb der Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH mit Sitz in Schweinfurt ist zum 8. September eingestellt worden. Trotz intensiver Suche habe sich kein geeigneter Investor für das Unternehmen gefunden, teilte Insolvenzverwalter Peter Roeger mit.

Den 149 Mitarbeitern, die an den drei Standorten des Unternehmens tätig waren, wurde gekündigt. Der Insolvenzverwalter und sein Team unterstützten die Mitarbeiter und seien bemüht, schnelle Lösungen zu finden. Die Mitarbeiter hätten in den vergangenen Wochen „voll mitgezogen“ und seien hoch motiviert gewesen, so der Insolvenzverwalter, – in einer solchen Situation alles andere als selbstverständlich.

Das Druckhaus Weppert hatte den Insolvenzantrag Anfang Juli dieses Jahres gestellt, nachdem ein wichtiger Großkunde weggefallen war. Seitdem war der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten worden, ebenso habe Insolvenzverwalter Roeger zahlreiche Gespräche mit Interessenten geführt und sich bemüht, einen Investor zu finden.  

Allerdings wäre es für eine erfolgreiche Investorenlösung notwendig gewesen, dass ein neuer Investor über ein ausreichendes eigenes Auftragsvolumen verfügt, um die notwendige Auslastung für die Druckerei zu erreichen und profitabel wirtschaften zu können, so Roeger. Das hat offenbar nicht funktioniert. Nach Angaben der Insolvenzverwaltung fehlte es an Großaufträgen, die das nötige Volumen brachten, um den Wegfall des Großkunden zu kompensieren. Die Betriebsstilllegung sei daher unvermeidlich gewesen. Das Unternehmen habe in den vergangenen Tagen alle bestehenden Kundenaufträge zu Ende geführt.

Die Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH hatte drei Standorte in Schweinfurt. 1839 gegründet, hatte Weppert 2004 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Norbert Hettrich übernahm damals das Unternehmen mit 20 der verbliebenen Mitarbeiter. 2009 folgte ein zweiter Insolvenzantrag des bis dahin auf 80 Mitarbeiter angewachsenen Unternehmens. Als Hauptgrund hatte der damalige Insolvenzverwalter den „allgemeinen Auftragsmangel“ infolge der schweren Wirtschaftskrise 2008/09 genannt. Damals stieg dann die Onlinedruckerei Flyeralarm ein. Flyeralarm und Norbert Hettrich gründeten zusammen das gemeinsame neue Unternehmen „Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH“, das seither auf knapp 150 Mitarbeiter sowie drei Standorte gewachsen war.

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