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Heidelberg: Kompakte Speedmaster CX 75 neu

Die max. 15.000 Bogen/h schnelle Bogenoffset-Druckmaschine (Format 50 x 70 cm) gibt es von der Vier- bis zu Sechsfarbenmaschine mit Lackierwerk
 

Die Speedmaster CX 75 kann sowohl dünne als auch dickere Materialien bedrucken. Sie soll den Einstieg in den Verpackungsdruck erleichtern. Bild Mitte: Heidelberg Product Managerin Anja Hoffner stellt die nagelneue Speedmaster CX 75 vor. Bild unten: Ersin Sözer, Geschäftsführer der Werbedruck Petzold GmbH, vor seiner Feldtest-Maschine am Standort von Heidelberg in Wiesloch. (Bildquelle: Deutscher Drucker)

Auf der China Print in Peking (9. bis 13. Mai 2017) wird sie offziell vorgestellt: Deutscher Drucker durfte sie vorab schon in Aktion sehen – die Speedmaster CX 75 (siehe auch unser aktuelles First-View-Video auf youtube). Die nagelneue Druckmaschine kann für den Akzidenzdruck genau so wie für den Verpackungs- und Etikettendruck eingesetzt werden. Im F-Format (Sonderausstattung) beträgt das max. Bogenformat 605 x 750 mm, im C-Format (Standard) 530 x 750 mm. Bei einer Vorab-Präsentation vor interessierten Kunden im Werk Wiesloch der Heidelberger Druckmaschinen AG war auch der Geschäftsführer des ersten Feldtestbetriebes (Werbedruck Petzold GmbH, Gernsheim), Ersin Sözer, zugegen.

Die neue Speedmaster CX 75 kombiniert die Plattform der Speedmaster XL 75 aus der Heidelberg-Peak-Performance-Klasse mit Komponenten der Speedmaster SX 74. Als Schöndruckmaschine verarbeitet die Speedmaster CX 75 aufgrund ihrer doppeltgroßen Druckzylinder gleichermaßen Dünndruckpapier bis hin zu starken Kartonagen (Materialstärke 0,03 – 0,6 mm). Über den digitalen Druckereiworkflow Prinect lassen sich die Voreinstelldaten aus der Vorstufe über Presetfunktionen vom Anleger bis zum Ausleger integrieren, was für eine hohe Produktivität sorgen soll. In unter fünf Minuten kann vom letzten Auflagebogen bis zum ersten Gutbogen der neuen Produktion umgestellt werden. Standard sind das C-Format, Schuppen- und Ultraschall-Doppelbogenkontrolle, Farb- und Gummituchwascheinrichtung, Autoplate und Hydrostar Compact (luftgekühlt).

Die Speedmaster CX 75 wird von der Vier- bis zur Sechsfarbenmaschine mit Lackierwerk angeboten. Sie produziert mit einer Höchstgeschwindigkeit von 15.000 Bogen in der Stunde und stellt mit ihrer kompakten Bauweise (die Maschine ist nur 2,81 m breit und 2,05 m hoch, bei fünf Druckwerken plus Lackierwerk ist sie 11,60 m lang) die schmalste Druckmaschine im Formatbereich 50 x 70 cm von Heidelberg dar. Das Ergonomiekonzept soll für eine gute Zugänglichkeit der Druckwerke und eine einfache, schnelle Bedienung und Wartung sorgen. Die Maschine verfügt über keine Galerie mehr. Stattdessen wurden Klapptritte auf der Bedienungsseite integriert und die Steuerung jedes Druckwerkes kann nun von der Bediener- wie von der Antriebsseite aus erfolgen. Zwischen allen Druckwerken befinden sich Sicherheitsbügel.

Im Rahmen der offiziellen Vorstellung auf der China Print 2017 im Mai in Peking wird eine Speedmaster CX 75-Vierfarben mit neuartiger Drystar-LED-Technologie von Heidelberg gezeigt.

Druckmaschine soll weltweit in allen Märkten eingesetzt werden

Mit der neuen Speedmaster CX 75 will Heidelberg die Lücke zwischen der SX 74 und der XL 75 schließen und damit sein Portfolio im Format 50 x 70 cm abrunden. Durch ihre weitreichenden Ausstattungskomponenten lässt sich die Speedmaster CX 75 für ein breites Anwendungsspektrum einsetzen. Möglich ist die Produktion mit konventionellen Farben und Lacken sowie optional im UV-Druck. Die Kunden können hier zwischen drei verschiedenen Trocknungstechnologien wählen: Drystar UV, Drystar LE UV und Drystar LED UV.

 
 

Ein hoher Automatisierungsgrad wird unter anderem durch die Preset-Fähigkeit und eine nahezu werkzeuglose Bedienung der Druckmaschine erreicht. Über die Eingabe von Substratstärke und Format stellen sich die Seitenanschläge automatisch ein, der Saugkopf fährt in Position und die Lufteinstellungen vom zentralen Saugband werden übernommen. Selbst Blas- und Saugluft lassen sich für jeden Auftrag über die Eingabe von Papiergewicht und -format abspeichern. „Werden die gleichen Substrate für einen späteren Auftrag erneut verwendet, stellt sich die Maschine automatisch auf die voreingestellten Luftwerte ein“, berichtet Heidelberg Product Managerin Anja Hoffner, die einen wichtigen Part bei der Entwicklung der Maschine spielte. Der Maschinenleitstand Prinect Center 2 mit der intuitiven Bedienerführung Intellistart führt zusätzlich zu einem schnellen Einrichten. Zum Einsatz kommen die spektralen Farbmesssysteme Prinect Easy Control oder Prinect Image Control.

Die umfangreiche interne Testphase wurde inzwischen abgeschlossen. Als nächstes geht die Maschine in den Feldtest, bevor im Herbst 2017 der Serienhochlauf beginnt. Als Feldtester konnte Heidelberg die Werbedruck Petzold GmbH (WP) im hessischen Gernsheim gewinnen. Das Produktportfolio von WP umfasst von Broschüren bis zu Verpackungen so ziemlich alles. Im Drucksaal stehen bereits eine Speedmaster SX 52 Anicolor und eine Speedmaster CD 74, beide als Fünffarben-Maschine mit Lackierwerk. Verarbeitet werden hier Grammaturen von Dünndruck bis zu 0,7 mm dickem Karton, wobei Veredelungen mit Dispersionslack, Drip-off-Lack und Drucklack angeboten werden. Von daher suchte man quasi „eine universelle Druckmaschine, die das alles verarbeiten und letztlich noch in den digitalen Workflow integriert werden kann“, berichtet WP-Geschäftsführer Ersin Sözer. Die Druckerei beschäftigt 20 Mitarbeiter, arbeitet im Zwei-Schicht-Betrieb und bedient hauptsächlich regionale Kunden aus Industrie, Werbung und Behörden. Ausführlich vorgestellt wird die neue Druckmaschine in Deutscher Drucker Nr. 9/27.04.2017.

 
 
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