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IMS Deltamatic übernimmt Goebel Schneid- und Wickelsysteme

Nord Holding und das Management veräußern Darmstädter Maschinenbauer an italienische Firma
Goebel

Durch die Übernahme von Goebel steigt IMS Deltamatic nach eigener Aussage zur Nummer 2 im Weltmarkt für Hersteller von Schneid- und Wickelmaschinen für Papier und Folien auf.

Nach über 10 Jahren hat sich die Nord Holding von ihrem Investment bei Goebel getrennt und das Unternehmen an die italienische IMS Deltamatic verkauft. Die Nord Holding hatte Goebel Schneid- und Wickelsysteme im Jahr 2003 übernommen und gemeinsam mit dem Management weiterentwickelt. 

Die Goebel Schneid- und Wickelsysteme GmbH stellt am Standort Darmstadt Rollenschneidmaschinen zur Verarbeitung von Papier und Folie her. Die Maschinen werden im Fertigungsprozess überwiegend direkt nach der Produktionsanlage für den Primär- und Sekundärschnitt eingesetzt, um Papier- und Folienrollen zu konfektionieren. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben über 9000 Schneidmaschinen verkauft. Bei Umsätzen von ca. 25 Mio. Euro und einer Exportquote von über 90 % vertreibt das Darmstädter Unternehmen weltweit; stärkster Absatzmarkt ist derzeit China.

"Gute Ergänzung"

IMS Deltamatic S.p.A. mit Sitz in Presezzo bei Bergamo ist eine Maschinenbau-Gruppe mit einem Umsatzvolumen von ca. 50 Mio Euro. Einer der Schwerpunkte liegt in der Herstellung von Schneidmaschinen für die Converting-Industrie. „Die Maschinen von IMS Deltamatic werden in der Wertschöpfungskette nachgelagert zu den Maschinen von Goebel sowie in anderen Marktsegmenten eingesetzt, so dass sich das Produktportfolio komplementär gut ergänzt“, kommentiert Dr. Ralf Enderle, CEO von Goebel, die Übernahme. „Zusammen mit Goebel steigt die IMS Gruppe weltweit zur Nummer zwei im Markt für Schneid- und Wickelsysteme auf“, erklärt Raffaele Ghilardi, Eigentümer und CEO von IMS.

Robert Pauli, bei der Nord Holding zuständig für Goebel, freut sich wiederum, dass "nach über 10 Jahren Beteiligungsdauer die Beteiligung erfolgreich übergeben werden kann". Insbesondere in den wirtschaftlich schwierigen Jahren 2009 und 2010 habe sich die Holding "stabilisierend eingebracht". Die Nord Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH (Hannover) zählt sich "zu den führenden Eigenkapitalinvestoren für den gehobenen Mittelstand". Investoren der Holding sind mehrere norddeutsche Sparkassen, öffentlich-rechtliche Versicherungen und Versorgungswerke sowie die Norddeutsche Landesbank. Gegenwärtig ist die Gesellschaft bei über 30 Unternehmen in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland engagiert.

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