Cyber-Kriminalität auf dem Vormarsch

Cyber-Angriffe können jeden treffen – auch Sie!

Einhundertprozentigen Schutz gegen Cyber-Kriminalität gibt es de facto nicht.
(Bild: Pixabay)
Die Angriffsmethoden cyber-krimineller Hacker auf die digitalisierten Prozesse von Unternehmen sind vielfältig und extrem ausgebufft. Einhundertprozentiger Schutz dagegen ist praktisch unmöglich.

Cyber-Kriminalität gehört noch immer zu den meist unterschätzten Gefahren für den Mittelstand – auch (und gerade) in der Druck- und Medienindustrie. Die fortschreitende Digitalisierung hat viele Prozesse beschleunigt und vereinfacht, birgt aber eben auch neue Risiken durch kriminelle Handlungen. Doch wie können solche Cyber-Attacken aussehen? Ein paar aktuelle Beispiele …

 

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Die Druckindustrie – stets im Visier der Cyber-Kriminellen

Cyber-Angriffe drohen in allen digitalisierten Prozessen eines Unternehmens – ob in der Verwaltung, im Einkauf, in der Auftragsverarbeitung oder der Planung und Abwicklung sowie in allen Bereichen, in denen personenbezogene oder anderweitig sensible Daten verarbeitet werden. Die mittelständisch geprägte Druck- und Medienbranche, die mit immensen Datenmengen arbeitet und in vielen Bereichen die Informationsversorgung der Bevölkerung übernimmt, gehört somit verstärkt zu den potentiellen Opfern von kriminellen Cyber-Attacken.

Doch wie laufen solche Cyber-Angriffe konkret ab? In enger Zusammenarbeit mit der Medien-Versicherung a.G. (Karlsruhe) zeichnet print.de hier einige Beispiele nach, die aufzeigen sollen, wie ausgebufft Hacker inzwischen gegen Unternehmen vorgehen:

 

  • Ein Mitarbeiter recherchiert auf einer infizierten Website. Unbeabsichtigt gelangt so ein Computervirus in das IT-System. Innerhalb weniger Tage sind alle Endgeräte kontaminiert und nach weiteren zwei Wochen plötzlich alle Daten unwiderruflich gelöscht. Nicht nur das Unternehmen selbst ist betroffen. Auch einige Geschäftspartner erleiden die gleichen Schäden. Ursache sind vermutlich infizierte E-Mails, mit welchen die Schadsoftware unabsichtlich weiterverbreitet wurde.

 

  • Per E-Mail-Anhang wird das Firmennetzwerk mit Ransomware infiziert und alle wichtigen Daten verschlüsselt. Binnen Sekunden reagieren die Rechner nicht mehr auf Eingaben. Die Hacker fordern ein Lösegeld für den Entschlüsselungscode.

 

  • Hacker verschaffen sich über eine nicht ausreichend gesicherte Internetverbindung Zugang zum IT-System und ziehen Kundendaten ab. Kurz darauf wird ein Lösegeld gefordert. Als Beweis werden Auszüge der ge­stohlenen Daten unter dem Hinweis übersandt, dass diese Daten ebenfalls den Kunden übermittelt werden.

 

  • Cyber-Kriminelle geben sich als Mitglied der Geschäftsführung aus. Per E-Mail veranlassen sie einen Mitarbeiter der Buchhaltung, einen größeren Betrag für einen Wareneinkauf zu transferieren. Der Betrag wird sofort abgehoben und kann nicht zurückgebucht werden.
    [6906]

 

Weitere Informationen zu den Gefahren aus dem Web – und Tipps, wie man sich davor schützen kann – erhalten Sie in der aktuellen Ausgabe Nr. 21/2018 des Fachmagazins Deutscher Drucker, ab sofort im print.de-Webshop bestellbar.

 

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