Leonardo-Notizbücher an französische Kulturministerin überreicht

Faksimile-Edition von Leonardo da Vinci geht nach Frankreich

Faksimile Leonardo da Vinci
Charlotte Kramer hat der Kulturministerin Frankreichs, ­Rima Abdul Malak das erste Exemplar der Faksimile-Edition der Notizbücher von Leonardo da Vinci überreicht.(Bild: Mathieu Fournet)

Die Verlegerin des Faksimile ­Verlags, Charlotte Kramer, hat der Kulturministerin Frankreichs, Rima Abdul Malak in der französischen Botschaft Berlin das erste Exemplar der Faksimile-Edition der Notizbücher des europäischen Universalgenies Leonardo da Vinci überreicht.

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Anlässlich des 500. Todestages von Leonardo da Vinci publiziert der Faksimile Verlag die berühmten Pariser Manuskripte des Universalgenies als originalgetreue Faksimile-Editionen. Es handelt sich um zwölf Skizzenbücher und zwei Supplement-Bände, die heute größte Sammlung der Handschriften Leonardo da ­Vincis, die sich im Besitz des Institut de France in Paris befinden.
Das länderübergreifende Faksimilierungsprojekt wird in Kooperation mit dem Institut de France und Firmen aus Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien – alles Experten auf ­ihrem Gebiet – durchgeführt. Es handelt sich um eine auf jeweils 990 Exemplare limitierte, originalgetreue Reproduktion, die es ermöglicht, Leonardo da Vincis Notizbücher der Wissenschaft und der Welt zugänglich zu machen und gleichzeitig die Originalwerke zu schützen. Ein siebenköpfiges Autorenteam arbeitet am wissenschaftlichen Kommentarband.

 

Schriften von Leonardo da Vinci
Anlässlich des 500. Todestags von Leonardo da Vinci gibt der ­Faksimile Verlag dessen Pariser Manuskripte heraus. (Bild: © 2010-2023 Facsimile Finder)

Den Anfang machen die ersten vier Bände (Manuskript A, E und M sowie Suppl. A) als Faksimile-Edition mit Aufzeichnungen aus den verschiedensten Bereichen, wie u.a. der Zeichenkunst, den ­Eigenschaften des Wassers, Gewicht und Schwerkraft sowie Geometrie und Botanik. Das Manuskript A war ursprünglich umfangreicher, doch wurden die Seiten 81 bis 114 der Handschrift (sowie die Seiten 91 bis 100 des Manuskripts B) in den 1840er Jahren herausgeschnitten, gestohlen und verkauft. Erst 50 Jahre später wurden sie dem Institut de France zurückgegeben und getrennt von den ursprünglichen Manuskripten gebunden. Dies hat zur Folge, dass es sowohl vom Manuskript A als auch vom Manuskript B einen Supplement-Band (Suppl. A und Suppl. B) gibt.