Forschungsprojekt kombiniert Tesla mit Printed Electronics

Im E-Auto durch Australien dank gedruckter Solarzellen

Gedruckte Elektronik sorgt für ausreichend Ladung beim Projekt »Charge Around Australia«
Demnächst steht die 84-tägige Testfahrt mit dem Tesla an: Das Projekt »Charge Around Australia« geht in die finale Phase, geladen wird das E-Fahrzeug ausschließlich über Solarpaneele (gedruckte Elektronik). (Bild: Forschungsprojekt »Charge Around Australia«, Video)


Wissenschaftler der University of Newcastle (Australien) planen für September 2022 eine »Tour« im Elektroautomobil über 15.000 Kilometer rund um den australischen Kontinent. Das Besondere daran: Für den Antrieb des E-Autos soll ausnahmslos Energie von 18 Meter langen Solarpaneelen mit gedruckten Kunststoffsolarzellen genutzt werden, die das Forscherteam entwickelt hat.

 

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Gedruckte Elektronik & die E-Mobilität

Wie das Nachrichten-Magazin »Der Spiegel« berichtet, plant das Forscherteam für das Projekt »Charge Around Australia«, ein E-Auto der Marke Tesla während der Reise 84 Tage lang nur mit der Kraft der Sonne anzutreiben. Die Solarpaneele hierfür sind jeweils 18 Meter lang und sollen neben dem Fahrzeug ausgerollt werden, um das Sonnenlicht aufzufangen, wenn das Fahrzeug aufgeladen werden muss.

Erfinder der Solarpaneele (für die gedruckte Elektronik als Basis dient) ist der Physiker und Solarenergieforscher Prof. Paul Dastoor vom Research Center for Organic Electronics der Universität von Newcastle, der sich für das Projekt »Charge Around Australia« mit dem Unternehmer und Spezialisten für nachhaltige Energie, Stuart McBain, zusammengetan hat. McBain hatte schon zuvor durch ähnliche Projekte wie »Charging Around Britain« und »Charging Around Iceland« von sich reden gemacht.

Gedruckte Elektronik ist die Basis zur Herstellung von Solarpaneelen für das Forschungsprojekt »Charge Around Australia«
Ein kommerzielles Schmalbahn-Etiketten-Drucksystem (Modul: SPGPrints) diente den Forschern als Basis für die Herstellung der Solarpaneele. Gedruckte Elektronik ist hier das Zauberwort. (Bild: Forschungsprojekt »Charge Around Australia«, Video)

Laut Recherche des Spiegel wurden die Solarpaneele mit einem kommerziellen Drucksystem gefertigt, das ursprünglich für den Druck von Weinetiketten verwendet wurde. Sie bestehen aus einem leichten, laminierten PET-Kunststoff, auf den eine Art Solarfarbe aufgetragen wird. Die Kosten belaufen sich nach Angaben der beteiligten Wissenschaftler auf weniger als zehn Dollar pro Quadratmeter – deutlich weniger als das, was für eine Silizium-Solaranlage anfalle. Die gedruckten Solarpaneele hätten einen weiteren Vorteil: Die Zellen könnten bereits bei niedrigeren Lichtstärken mehr Strom produzieren als herkömmliche Solarzellen auf Siliziumbasis.

 

Schon zu Beginn des Projekts vor rund 1,5 Jahren wurden technische Details und Ziele von »Charge Around Australia« in einem Video vorgestellt:



 

 

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