Produkt: Deutscher Drucker 7/2020
Deutscher Drucker 7/2020
Schwerpunkt: VERPACKUNGPRODUKTION +++ Folienkaschierung von Digitaldrucken +++ Potenzial im Tiefdruck? +++ Alternative Metallic-Effekte
Mehr Kapazität für nachhaltige Verpackungen

Wittmann Druck & Verpackung investiert in eine Rapida 106 von Koenig & Bauer

Bei Wittmann Druck & Verpackung produziert seit kurzem eine Sechsfarben-Rapida 106 mit Lackausstattung. Kürzlich trafen sich alle am Projekt Beteiligten vor der neuen Maschine – (v. l. n. r.) Geschäftsführer Hans Schuster, Gavin Elflein, Koenig & Bauer Deutschland, Ralf Koch, Koenig & Bauer Deutschland, Inhaber Oskar Wittmann, Drucker Reiner Schneider, und Christofer Hugel, Koenig & Bauer Deutschland.

Wittmann Druck & Verpackung in Neumarkt/Oberpfalz hat eine neue Rapida 106 in Betrieb genommen. Die Sechsfarbenmaschine mit Lackausstattung wird für die Produktion von Verpackungen für Markenartikler aus den Bereichen Elektroindustrie, Schreibgeräte sowie für die Süßwaren- und die Kosmetikindustrie eingesetzt. Adventskalender in immer wieder neuen Formgebungen gehören zu den besonderen Spezialitäten von Wittmann. Was die Druckerei plant.

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Die Faltschachteln werden bei Wittmann Druck & Verpackung meist in kleineren Auflagen hergestellt. „10.000 Exemplare sind da schon viel“, so der Wittmann-Geschäftsführer Hans Schuster. Gerade bei kurzen Auflagen bringt die Rapida 106 dem Druckbetrieb einige Verbesserungen: Einerseits hinsichtlich der schnellen und exakten Farbregelung, aber auch bei Farbwechseln in kürzester Zeit. Hier punktet die Maschine mit ihren EasyClean-Farbkastenbeschichtungen, die sich besonders schnell reinigen lassen sowie den ein- und auskuppelbaren Farbwerken, die dafür sorgen, dass während eines Farbwechsels auch mit den anderen Druckwerken produziert werden kann.

Die ziehmarkenfreie Anlage DriveTronic SIS und die FAPC-Plattenwechsler stellen für Hans Schuster und Druckereileiter Stefan Zahn weitere Vorteile dar, gerade für die Verpackungsproduktion: „Die Maschine läuft deutlich schneller als ihre Vorgängerin. Viel wichtiger ist für uns jedoch, dass sich die Jobwechselzeiten deutlich reduziert haben“, so der Geschäftsführer. Die mit neuer Technik einhergehende Makulaturreduzierung – zur Zeit rund 20 Prozent – kommt dem allgemein gestiegenen Umweltbewusstsein entgegen.

Mit 32 Beschäftigten und 4.200 qm Produktionsfläche gehört Wittmann Druck & Verpackung zu den eher kleinen Verpackungsunternehmen. Dafür ist es eines, das es in sich hat. Vor rund einem Jahrzehnt war es eines der ersten, das migrationsunbedenkliche Druckfarben eingesetzt hat. Seit 2015 gehört die Sonne zu den wichtigsten Energielieferanten Betriebes – dank einer 285-kW-Photovoltaikanlage. Die Wärmerückgewinnung – auch von der neuen Rapida 106 – führt zu weiteren Energieeinsparungen. Ballenpressen schaffen die Voraussetzung dafür, dass Papier- und Kartonabfälle dem Materialkreislauf wieder zugeführt werden können.

Seit 125 Jahren besteht der Betrieb. Oskar Wittmann führt in heute in dritter Generation. Nach Abschluss der Investition in die Rapida 106 beginnt die Geschäftsleitung von Wittmann Druck & Verpackung weitere umfangreiche Investitionen in Weiterverarbeitungstechnik. Ganz aktuell stellte Inhaber Oskar Wittmann den Neubau einer weiteren Produktionshalle im Jahr 2022 in Aussicht. „Jetzt werde ich endlich meinen lang gehegten Wunsch nach einer weiteren Produktionshalle realisieren“, teilte er kürzlich seiner Belegschaft mit.

Produkt: Deutscher Drucker 7/2020
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