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In der Broschüre »Die besten Technologien im Digitaldruck« werden Anwendungsmöglichkeiten, Geschäftsfelder und die wichtigsten Anbieter der Branche vorgestellt.

Bis zu 3600 Bogen pro Stunde

Fujifilm stellt die Jet Press 750S vor

Die neue Jet Press 750S erreicht laut Hersteller eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 3600 Bg/h im maximalen Format.
Die neue Jet Press 750S erreicht laut Hersteller eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 3600 Bg/h im maximalen Format.

Mit der Jet Press 750S hat Fujifilm gestern die dritte Generation seiner B2-Bogen-Inkjetdruckmaschine vorgestellt. Das neue Drucksystem setzt auf der Technologie der Jet Press 720S auf, verfügt jedoch über eine Reihe an Neuerungen, die für eine höhere Produktivität, eine längere Betriebszeit und eine größere Anwendungsvielfalt sorgen sollen. So kommt die neue Jet Press 750S unter anderem dank leistungsfähigeren Druckköpfen und einer neuen Trocknung auf eine maximale Druckgeschwindigkeit von 3600 Bg/h im maximalen Format. Damit ist sie laut Fujifilm die derzeit schnellste vollfarbige B2-Bogendruckmaschine am Markt.

Zur Steigerung der Druckgeschwindigkeit um fast 33 % im Vergleich zum Vorgängermodell wurden zwei Hauptkomponenten weiterentwickelt: die Samba-Druckköpfe und das Trocknungssystem. So arbeitet die neue Generation an Druckköpfen nun mit einer Ausstoß-Fenquenz von 33 kHz statt zuvor 25 kHz, was sich in einer größeren Anzahl an Tintentröpfchen pro Sekunde niederschlägt.

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Doch eine höhere Druckgeschwindigkeit bedeutet auch, dass die Bogen schneller getrocknet werden müssen. Dazu hat Fujifilm ein neues Trocknungssystem entwickelt, bei dem der bedruckte Bogen per Luftansaugung auf einem beheizten Transferband gehalten und transportiert wird, während von oben Heißluft zugeführt wird. Dieses Art der Trocknung unterstützt laut Hersteller nicht nur die höhere Druckgeschwindigkeit, sondern auch eine bessere Kontrolle und Feinabstimmung der Temperaturen, was in der Folge zu einer breiteren Substratevielfalt führt. Apropos Substrate: Vergrößert wurde auch das Bogenformat, nämlich von 750 x 532 auf 750 x 585 mm, was vor allem den amerikanischen Anwendern zugute kommen dürfte.

Längere Betriebszeit

Neben der Druckgeschwindigkeit wurde auch die Betriebszeit der Maschine erhöht. So soll der neue Selbstreinigungsprozess für die Druckköpfe – das “Overflow Cleaning” – für eine schnellere Reinigung der Druckköpfe sorgen, während es bei Unebenheiten im Papier dank des neuen AHR-Systems (Active Head Retraction) nicht mehr zum Produktionsstopp kommen soll. Stattdessen hebt das AHR-System die Druckkopfmodule der einzelnen Farben nacheinander an, sobald eine Papierverformung erkannt wird. Dadurch werde die Wahrscheinlichkeit für einen Papierstau verringert und die Produktion könne ohne unterbrechungsfrei weiterlaufen.

Verbesserte Wiedergabe von Sonder- und Pantonefarben

Die neue Jet Press 750S verfügt ebenso wie das Vorgängermodell über einen erweiterten Farbraum “Max Gamut”, der laut Hersteller je nach Substrat bis zu 90 Prozent der Pantone-Bibliothek mit 1.872 Farben mit einem Delta E von 3 oder darunter abbilden kann. Für eine verbesserte Wiedergabe von Sonderfarben hat Fujifilm seinem XMF Colorpath-Tool ein neues Tool namens XMF Colorpath Brand Color Optimizer anbeigestellt, mit dem sich eine Pantone-Farbe bereits vor dem Druck auf einem bestimmten Material hervorsagen und einschätzen lässt.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Neben dem Inline-Scanning-System, das auch schon in der Jet Press 720S vorhanden war, verfügt die neue Jet Press 750S zudem über ein optionales “Image-Confidence-Scansystem”, bei dem ein proprietärer KI-Algorithmus den gesamten Bogen im laufenden Betrieb bewertet und sicherstellen soll, dass jeder Bogen mit dem vorab freigebenen Bild übereinstimmt. Besonders wichtige oder kritische Bildbereiche lassen sich dabei auch partiell definieren.

Verpackungen und neue Tinten

Da sich mit der neuen Jet Press 750S nun auch hochvolumiger Karton mit einer Stärke von bis zu 0,6 mm verarbeiten lässt, und die bedruckten Bogen laut Fujifilm mit einer Vielzahl an Veredelungsmöglichkeiten kompatibel sind, wird das Bogen-Inkjetdrucksystem auch immer interessanter für die Produktion von kleinauflagigen Verpackungen. Durch die kürzlich vorgestellte lebensmittelkonforme Tinte aus Wasserbasis, die der Schweizer Verordnung 817.023.21 sowie der Verordnung 1935/2004 der Europäischen Kommission entspreche, können auf der B2-Maschine auch Primärverpackungen für Lebensmittel produziert werden.

Wer die Jet Press 750S auch aus der Ferne im Auge behalten will, kann künftig per iPad die Aufträge einsehen und steuern.

Erste Anwender verkündet

Die ersten Installationen der neuen Jet Press 750S sollen bereits im Januar 2019 erfolgen. Dann wird je ein System bei Mediadruckwerk in Hamburg und bei Floricolor in Portugal in Betrieb genommen.

 

 

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