Hier gelten andere Regeln als im grafischen und werblichen Gewerbe

Printed Interior: Die 5 wichtigsten Anforderungen

Printed-Interior-Jobs müssen zum Teil ganz anderen Anforderungen genügen als Aufträge aus dem grafischen Gewerbe.
(Bild: Erler+Pless)
Printed-Interior-Jobs müssen zum Teil ganz anderen Anforderungen genügen als Aufträge aus dem grafischen Gewerbe.

Mit dem Thema Printed Interior liebäugelt sicher der ein oder andere Druckdienstleister. Das ist kein Wunder, scheint die bedruckte Inneneinrichtung doch ein vielversprechender Markt, dem auch Sonderflächen auf Messen oder gar Konferenzen entsprechend Tribut zollen. Doch auf diesem Gebiet Fuß zu fassen, ist längst nicht so einfach, wie es mitunter scheint, weiß Simon Pless, Geschäftsführer der Hamburger Großformatdruckerei Erler+Pless. Das Unternehmen hat schon vor Jahren den Schritt in Richtung Printed Interior gewagt, und weiß nur zu gut, dass die Anforderungen teilweise ganz andere sind, als im grafischen oder werblichen Bereich. Das sind die fünf wichtigsten Herausforderungen bei Printed Interior.

Man könnte es ganz einfach zusammenfassen: “Sie haben es plötzlich mit dem Bau zu tun”, erklärte es Simon Pless gegenüber Deutscher Drucker. Und dort, im Baugewerbe, kommt es eben nicht nur auf eine hohe optische Qualität und Lichtbeständigkeit der bedruckten Einrichtungsgegenstände an, sondern auch auf:

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  • Gewährleistungsthemen, schließlich werden die Drucke nicht wie im werblichen Bereich regelmäßig ausgetauscht. Im Gegenteil: manchmal vergehen Jahre, ehe ein Raumdesign geändert wird.
  • Normen
  • Zertifikate, und zwar nicht die bekannten aus der Druckindustrie, sondern die aus dem Baugewerbe.
  • Brandschutz spielt plötzlich eine noch größere Rolle.
  • Baustellenlogistik, denn mitunter müssen zeitgleich mehrere Zimmer über mehrere Stockwerke hinweg mit zum Beispiel Glasdrucken ausgestattet werden. Da braucht es einen ganz anderen Ansatz als bei der Auslieferung von Geschäftsdrucksachen oder Magazinen.

Und last but not least: man muss für das stark projektgetriebene Geschäft auch jede Menge Geduld mitbringen. Denn von der ersten kreativen Idee, über den Bau, die Produktion der gedruckten Elemente und ihrer Installation bis hin zur fertigen Innenraumausstattung kann es mitunter auch mal zwei Jahre dauern.

Das es sich aber lohnen kann, zeigen etliche Beispiele. So ist Erler+Pless für drei verschiedenen Innenraumgestaltungen bei den Druck&Medien Awards 2017 zum LFP-Drucker des Jahres gekürt worden. Wer sich für die Beispiele interessiert, der erfährt mehr und detaillierte Informationen darüber in der aktuellen Ausgabe von Deutscher Drucker. DD8/2018 kann im print.de-Shop als digitale Version heruntergeladen oder als gedrucktes Heft bestellt werden.

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