Studenten der TU Braunschweig benötigten für 18 m breiten Papierflieger 2500 Arbeitsstunden und 80 qm Papier

Studenten bauen größtes Papierflugzeug der Welt

„Guten Flug!“ – Nach dem Anheben des Flugzeuges rannte einer mit dem Papierflieger los, um Schwung für den Flug zu geben.

Der 18 Meter breite Flieger hat nach Aussagen von Uni-Sprecherin Elisabeth Hoffmann eine Strecke von ungefähr 18 Metern zurückgelegt: „Wir waren alle sehr aufgeregt hier in der Halle, dann brach sofort Jubel aus!“ Um das 24 kg schwere Flugzeug in einer Halle starten zu können, wurde eine etwa 10 Meter lange und 2,40 Meter hohe Bühne aufgebaut. Dort wurde der Flieger nach einer ersten Begutachtung zusammengebaut. Acht Teilnehmer hoben das Flugzeug hoch und einer rannte mit dem Papierflieger los, um Schwung für den Flug zu geben. Nach dem geglückten Versuch überreichte eine Mitarbeiterin des Guinness-Buches der Rekorde den glücklichen Teilnehmern eine Urkunde. Damit haben die Studenten den alten Rekord der TU Delft (NL) vom 16. Mai 1995 eingestellt. Die Spannweite der Flügel betrug damals 13,97 m.

Neun Studenten, vier wissenschaftliche Mitarbeiter und ein Schüler hatten den Rekordversuch seit Monaten vorbereitet. Die Arbeiten daran seien nicht nur ein Spaß gewesen, sondern durchaus ein ernsthaftes universitäres Projekt, erläuterte Hoffmann. „In der Ausbildung im Maschinenbau gibt es eben auch statische Tests, bei denen die Studenten aus Papier und Klebstoff bestimmte Konstruktionen bauen müssen.“ Letztlich sei der gesamte Rekord „Ingenieurleistung pur“.

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Um den Flieger zu bauen, waren etwa 2500 Stunden Arbeit notwendig. Der Flieger in Zahlen: An Material verbrauchte das Team 600 Tuben Alleskleber, 200 Flaschen Sekundenkleber und 80 Quadratmeter Papier. Die Spannweite der Tragflächen beträgt ca. 18 m, die Länge des Rumpfes etwa 5 m, das Gewicht liegt bei 24 kg.

Einer der federführenden Kooperationspartner und Sponsoren war die Berliner Druckerei printjob24.de. Das printjob24.de-Team nutzte den gelungenen Weltrekordversuch zusammen mit Inhaber Oliver Kusch gleich für einen Betriebsausflug, um live dabei zu sein. Zuvor hatten die Berliner sämtliche Teile des Rumpfes kostenlos mit dem Laser geschnitten und auch gekennzeichnet, um sie schnell zusammenfügen zu können.

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