Weiterempfehlen Drucken

Flint Group wird an Goldman und Koch Industries verkauft

CVC verkauft den Druckfarben-Hersteller Flint Group an den US-Konzern Koch Industries und die Investment-Sparte von Goldman Sachs
 

Flint Group ist vor allem für ihre Druckfarben bekannt. Jetzt wurde bekannt, dass die Gruppe von CVC an Goldman Sachs und Koch Industries verkauft wird.

Das unter anderem aus Sparten von BASF und Akzo Nobel hervorgegangene Unternehmen mit Sitz in Luxemburg wird von Goldman und Koch übernommen, wie die Flint Group heute aktuell meldet. Beide Großunternehmen kaufen Flint vom Finanzinvestor CVC. Der dem Kaufpreis zugrunde liegende Firmenwert wird Finanzkreisen zufolge mit etwas mehr als 2,2 Mrd. Euro beziffert. CVC erklärte, zum Preis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die beiden neuen Eigentümer wollen im Zuge der Übernahme einen beträchtlichen Teil der Schulden von zuletzt gut 1,8 Mrd. Euro zurückführen.

Der US-Finanzinvestor CVC hatte die BASF-Tochter Xsys 2004 mit der konkurrierenden Sparte von Akzo Nobel zusammengeführt und 2005 mit der amerikanischen Flint Ink fusioniert. Heute beschäftigt Flint Group 6600 Mitarbeiter. CVC hatte sich lange Zeit mit Börsenplänen für Flint getragen, ein erster Anlauf war aber 2010 gescheitert. Auch ein Verkaufsprozess war 2012 im Sande verlaufen.

Wie weiter gemeldet wird, wollen die neuen Eigentümer vor allem auf das noch wachsende Geschäft mit Farben zum Bedrucken von Verpackungen setzen. Dort seien auch Zukäufe geplant. Es macht schon jetzt rund die Hälfte des Flint-Umsatzes von 2,2 Mrd. Euro aus und soll auf Dauer die schrumpfende Nachfrage nach Druckfarben und Druckplatten für die Zeitungs- und Zeitschriften-Produktion wettmachen. Der operative Gewinn (Ebitda) lag 2013 bei mehr als 320 Mio. Euro.

Der Mischkonzern Koch Industries ist mit 115 Mrd. Dollar Umsatz eines der größten nicht börsennotierten Unternehmen der USA. Die Eigentümer Charles und David Koch gelten als große Unterstützer der konservativen „Tea Party“-Bewegung.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Cewe Stiftung & Co. KGaA: Leichtes Umsatzplus im dritten Quartal

Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr wird vom Vorstand bestätigt

Die Cewe Stiftung & Co. KGaA hat ihre Zahlen für das dritte Quartal 2017 vorgelegt. Demnach konnte der Konzern in allen drei Geschäftsfeldern ein leichtes Umsatzplus erzielen – der gesamte Konzernumsatz habe im dritten Quartal um 1,7 Mio. Euro auf 130,3 Mio Euro zugelegt. Das um Sondereffekte bereichnigte EBIT habe sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio. Euro auf 4,0 Mio. Euro verbessert. Vor diesem Hintergrund einer soliden Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat die Cewe Stiftung & Co. KGaA ihre Ertragsprognose für 2017 bestätigt.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Druck&Medien Awards 2017 - die Gewinner

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2017 – Get-together und Dinner

Druck&Medien Awards 2017 – Die Verleihung

Umfrage

Aus Zweifel an den tarif- und arbeitsrechtlichen Bedingungen bei der Herstellung wurden in Dänemark 1.200 Wahlplakate eingestampft. Zurecht?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...