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Heidelberg Packaging Days: Verpackungsdruck wird digital

Heidelberg stellt Primefire 106 bei MPS in Obersulm vor
 

Steffen Schnizer, Geschäftsführer MPS, begrüßte gemeinsam mit Montserrat Peidro-Insa, Leiterin des Geschäftsbereichs Digital bei Heidelberg, die Gäste der Open House.

Kleinere Losgrößen, diversifizierte und individualisierte Produkte, kürzere Produktzyklen und entsprechend kurze Reaktionszeiten bis hin zu Personalisierungen – das sind die Herausforderungen, denen mit denen sich auch Verpackungsdrucker immer häufiger konfrontiert sehen. Begegnen kann man ihnen fast nur mit dem Digitaldruck. Die Primefire 106 von Heidelberg und Fujifilm soll eine Lösung dafür sein.

„Wir gehen fest davon aus, dass auch in zehn Jahren der Offsetdruck noch das dominierende Verfahren sein wird.“ Diese These stellte Heidelberg-Vorstandsmitglied Stephan Plenz bei den Heidelberg Packaging Days 2017 auf. Heidelberg propagiert hier natürlich die vollständige Systemintegration mit Prinect sowie die so genannte Push-to-Stop-Philosophie, bei der – knapp formuliert – Prozesse nicht mehr aktiv gestartet werden, sondern sich gewissermaßen selbst starten.

Dennoch lassen sich nicht alle Herausforderungen im Verpackungsbereich allein mit dem Offset bewältigen. Hierfür setzt der Druckmaschinenhersteller auf sein jüngstes Pferd im Digitaldruckstall. Die Primefire 106, die zur Drupa 2016 vorgestellt wurde und die die Heidelberg-Digitaldruckfamilie ergänzt, wurde vor allem mit Blickrichtung auf den Verpackungsdruck konzipiert. Das Inkjetdrucksystem im B1-Format soll dort aufgrund des großen Farbraums seine Stärken ausspielen. Das System arbeitet im Siebenfarben-Multicolorprozess und druckt hochauflösend mit 1200 x 1200 dpi. Etwa zwölf Milliarden Tröpfchen werden auf einen Druckbogen aufgebracht. Bis zu 95 Prozent des Pantone-Farbraums soll die Primefire so wiedergeben können. Darüber hinaus soll der neue Leitstand in Verbindung mit dem Prinect Digital Frontend (DFE) für eine nahtlose Integration in den bestehenden Gesamtworkflow einer Druckerei sorgen.

Seit Januar dieses Jahres steht eine Maschine nun bei der Multi Packaging Solutions (MPS) GmbH im baden-württembergischen Obersulm nahe Heilbronn, einem Tochterunternehmen des US-amerikanischen Pappe- und Verpackungskonzerns West Rock. Rund 70 Kunden von 40 europäischen Verpackungsherstellern hatten im Rahmen der Packaging Days Gelegenheit, MPS zu besuchen. MPS-West Rock stellt hochwertige Verpackungen für Konsumgüterprodukte im Luxussegment her, entsprechend hoch sind die technischen Anforderungen an die hierfür eingesetzten Maschinen. Das Unternehmen ist Erstanwender und zugleich Betatester der Maschine. Dieser erste Betatest soll planmäßig noch bis Februar 2018 laufen, bereits ab Dezember dieses Jahres startet ein weiterer Testlauf bei Colordruck in Baiersbronn, der bis April 2018 geplant ist. Einen separaten Pharmatest wiederum soll es ab Oktober 2018 bei August Faller in Waldkirch geben. [3141]

Im folgenden Video sehen Sie die Primefire 106 bei MPS in Aktion. Einen ausführlichen Bericht über die Heidelberg Packaging Days  sowie die Primefire und deren Anwendungen finden Sie im aktuellen Deutschen Drucker 24/2017. Das Heft kann ab sofort im print.de-Shop bestellt werden.

 
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