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Google verbessert Standort-Targeting für Demand-Gen-Kampagnen

Google möchte, dass Werbungtreibende den Ausspielungsort ihrer Kampagnen genauer steuern können.(Bild: Imago / Imagebroker)

Google hat die Standortsteuerung für Demand-Gen-Kampagnen überarbeitet. Werbungtreibende können Anzeigen nun gezielter nach Aufenthaltsort oder Interesse ausspielen. Das soll Streuverluste verringern und die Planung verlässlicher machen.

Google hat kurz vor dem Jahreswechsel neue Targeting-Optionen für Demand-Gen-Kampagnen eingeführt. Ziel ist es, die geografische Aussteuerung von Anzeigen genauer zu machen. Damit reagiert das Unternehmen auf Kritik von Werbungtreibenden, die sich immer wieder über sogenannte „Geo-Leakage“-Effekte beschwert hatten. Gemeint ist damit, dass Anzeigen in Regionen ausgespielt wurden, die für die jeweilige Kampagne keine Rolle spielen.

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Bisher war es bei Demand-Gen-Kampagnen schwierig, Anzeigen sauber auf bestimmte Länder oder Regionen zu begrenzen. Marketingteams mussten häufig mit Ausschlusslisten arbeiten, um unerwünschte Ausspielungen zu vermeiden. Das war aufwendig und führte nicht selten zu unnötigen Klicks, falschen Messwerten und einem ineffizienten Einsatz des Budgets.

Mit den neuen Einstellungen ist das Standort-Targeting nun direkt im Kampagnen-Setup integriert. Werbungtreibende können zwischen zwei Optionen wählen: „Presence only“ richtet Anzeigen ausschließlich an Nutzer aus, die sich tatsächlich in der ausgewählten Region aufhalten. „Presence or interest“ berücksichtigt zusätzlich Personen, die ein nachweisbares Interesse an dieser Region gezeigt haben. Diese Unterscheidung war bislang nur aus Suchkampagnen bekannt und steht nun erstmals auch für Demand Gen zur Verfügung.

Gerade für Kampagnen im oberen und mittleren Funnel ist diese Änderung relevant. Demand Gen wird vor allem auf Plattformen wie YouTube, Discover und Gmail eingesetzt, um Aufmerksamkeit und Interesse zu erzeugen. Ohne präzise Standortsteuerung konnten Anzeigen dort leicht in Märkten landen, die gar nicht angesprochen werden sollten. Die neuen Optionen helfen, Impressionen und Klicks besser zu kontrollieren und die Ergebnisse klarer einzuordnen.

Auch für die Planung und Auswertung bringt das Vorteile. Wenn Anzeigen nur dort erscheinen, wo sie wirklich relevant sind, lassen sich Kampagnen zuverlässiger vergleichen und optimieren. Gleichzeitig sinkt das Risiko, Budget in falschen Regionen einzusetzen.

Entdeckt wurde die Neuerung vom Google-Ads-Spezialisten Marcin Wsół, der die Funktion auf LinkedIn öffentlich gemacht hat. Für viele Unternehmen ist das ein weiterer Schritt hin zu mehr Kontrolle und Transparenz bei Demand-Gen-Kampagnen.