Die Jetfire 75 hat ein maximales Bogenformat von 614 x 750 mm.(Bild: Heidelberger Druckmaschinen AG)
Viele Akzidenzdruckereien setzen zunehmend auf Digitaldrucklösungen in Verbindung mit effizienten Bogenoffsetmaschinen für höhere Auflagen. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 das weltweit mit der Inkjet-Technologie produzierte Druckvolumen im Akzidenzbereich jährlich mit über vier Prozent wachsen wird. Aus diesem Grund treibt die Heidelberger Druckmaschinen AG die Entwicklung ihres Digitaldruck-Portfolios voran. Ab sofort ist für den industriellen Digitaldruck auch die neue Jetfire 75 im Angebot. Ab Herbst sollen die ersten Installationen in Druckbetrieben erfolgen.
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Bei der Jetfire 75 handelt es sich um eine Inkjet-Druckmaschine im B2+-Format (614 mm x 750 mm), die vollständig in das digitale Ökosystem von Heidelberg mit Maschine, Software, Verbrauchsmaterialien, Service und Training eingebettet ist. Sie wurde – wie auch die Jetfire 50 – in Partnerschaft mit Canon entwickelt. Zur Jetfire 75 sollen auch Lösungen für die Weiterverarbeitung gehören.
„Nach dem gelungenen Markteintritt der Jetfire 50 setzen wir jetzt mit der Jetfire 75 ein klares Zeichen: Heidelberg gestaltet die Zukunft der industriellen Digitaldruckproduktion und hebt sie auf ein neues Level“, sagt Dr. David Schmedding, Vorstand Technologie und Vertrieb bei Heidelberg „Wir verbinden die Stärken unserer Bogenoffsetmaschinen mit innovativen Digitaldrucklösungen und ermöglichen damit eine hybride Produktionsumgebung, die unseren Kunden maximale Flexibilität und Effizienz bietet.“
Kunden können die Jetfire 75 ab sofort bestellen. Ab Sommer 2026 steht die Maschine für Kundenvorführungen im Print Media Center – Home of Print am Standort Wiesloch-Walldorf zur Verfügung. Erste Installationen sind ab Herbst 2026 vorgesehen. Heidelberg plant zunächst einen Rollout in Kernmärkten wie Deutschland, Schweiz, UK, Kanada und den USA. Die Markteinführung der Jetfire 75 folgt damit auf den weltweiten Rollout der Jetfire 50 für das B3-Format. 30 Maschinen der Jetfire 50 sind nach Angaben des Herstellers bestellt, rund zehn laufen bei Kunden bereits in Produktion. Heidelberg hatte die Jetfire 50 auf der Drupa 2024 im Rahmen der Bekanntgabe erstmals vorgestellt und dabei bereits die Jetfire 75 in Aussicht gestellt.
Prinect Production und Prinect Touch Free
Die Jetfire 75 kann mit Prinect Production bzw. dem neuen Workflow Prinect Touch Free in den Gesamtworkflow einer Druckerei integriert werden. Bei Prinect Touch Free entscheidet der Workflow mit Hilfe von KI auf der Basis von Echtzeitdaten vollautomatisiert über den wirtschaftlichsten Produktionsweg im Digital- oder Offsetdruck. Das Farbmanagement von Heidelberg ermöglicht dabei die farbverbindliche Produktion bzw. Reproduktion von Aufträgen unabhängig vom Druckverfahren. In Verbindung mit Prinect Touch Free sei die Jetfire 75 dabei in der Lage, über 1.000 Druckaufträge pro Tag vollautomatisiert abzuarbeiten, schreibt Heidelberg in einer Pressemitteilung. Mit der Markteinführung von Prinect Touch Free wurde bereits begonnen. Kunden der Jetfire 50 bzw. 75 erhalten den neuen Workflow exklusiv mit der Installation der Digitalmaschine.
Zudem sollen Anwender mit dem „Self-Service“-Konzept von einer hohen Verfügbarkeit der Maschine profitieren. Das Bedienpersonal erhält dazu ein spezielles Training, so dass es bestimmte Servicearbeiten selbst durchführen kann. Für die Bedienung der Maschine genügen laut Heidelberg „wenige Tage an Training“.
„Mit der Vorstellung der Jetfire 75 unterstreicht Heidelberg seinen Ansatz als umfassender Systemintegrator in der Druckbranche, mit dem unsere Kunden profitabler und wettbewerbsfähiger werden können“, so Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender bei Heidelberg.
Technische Daten der Jetfire 75 auf einen Blick
wasserbasierte Inkjet-Technologie mit 1200 dpi im B2+-Format
Produktionsleistung: bis zu 9.800 4Up-Bogen/Stunde bei einseitigem Druck (Simplex)
Jahresproduktionsleistung: bis zu 58 Mio. 4Up-Bogen (Simplex)