Echtzeit-Überwachung einzelner Düsen soll Inkjet-Systeme zuverlässiger machen
von Redaktion,
Meteors Nozzle Health Technology ermöglicht die Echtzeit-Überwachung des Zustands jeder einzelnen Düse in einem Inkjet-Druckkopf.(Bild: Meteor Inkjet)
Meteor Inkjet stellt ein System vor, das den Zustand jeder einzelnen Düse in Echtzeit prüft. Ziel ist es, Druckfehler früh zu erkennen, Ausschuss zu vermeiden und Stillstände zu reduzieren.
Der britische Anbieter Meteor Inkjet Ltd hat eine neue Technologie zur Überwachung von Inkjet-Druckköpfen vorgestellt. Das System mit dem Namen „Nozzle Health Technology“ erfasst den Zustand jeder einzelnen Düse in einem Druckkopf in Echtzeit. Nach Angaben des Unternehmens ist es das erste kommerziell verfügbare System dieser Art.
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Die Technologie misst die Impulsantwort jeder Düse innerhalb von Sekundenbruchteilen. So lassen sich Probleme wie Verstopfungen, Benetzungsstörungen oder Lufteinschlüsse sofort erkennen. Fehlende Düsen können automatisch durch eine Software ausgeglichen werden. Alternativ kann die Produktion gestoppt werden, bevor sichtbare Druckfehler entstehen.
Bislang werden defekte Düsen oft erst bemerkt, wenn fehlerhafte Drucke bereits produziert sind. Das neue System prüft die Düsen, ohne dass Ausschuss entsteht. Das soll die Prozesssicherheit erhöhen und Stillstandszeiten verringern.
Besonders relevant ist das in Bereichen, in denen schon kleine Fehler hohe Kosten verursachen. In der additiven Fertigung und im 3D-Druck kann eine einzelne fehlerhafte Düse zu Oberflächenmängeln oder sogar zum Ausfall eines gesamten Bauteils führen. Eine ungleichmäßige Materialablagerung kann die Stabilität beeinträchtigen oder enge Toleranzen gefährden.
Auch in der gedruckten Elektronik kann eine fehlende Düse ein komplettes Produkt unbrauchbar machen. In der Verpackungsproduktion wiederum können kleinste Düsenfehler dazu führen, dass Barcodes oder QR-Codes nicht lesbar sind. Das kann ganze Chargen betreffen und Abläufe in der Lieferkette stören.
Wenn Inkjet als Dekorationsverfahren eingesetzt wird, hängt die Sichtbarkeit von Düsenfehlern zudem stark vom jeweiligen Motiv ab. Beim Wechsel zwischen unterschiedlichen Druckbildern können Fehler plötzlich deutlich werden. Mit der neuen Technologie soll der Zustand der Düsen vor jedem Auftrag überprüft werden können.
Clive Ayling, Geschäftsführer von Meteor, sagt: „Diese Innovation verwandelt die Düsen-Zuverlässigkeit von einem verborgenen Risiko in einen kontrollierbaren und messbaren Parameter. Sie stellt einen grundlegenden Fortschritt in der Art und Weise dar, wie Inkjet-Systeme in Produktionsumgebungen betrieben, gewartet und bewertet werden. Hersteller stehen unter ständigem Druck, Produktionslinien reibungslos am Laufen zu halten und gleichzeitig Ausschuss zu minimieren. Unsere Technologie verschafft ihnen die notwendige Transparenz, um effizienter zu arbeiten, Wartungsproblemen zuvorzukommen und eine gleichbleibend hohe Druckqualität zu erzielen.“