Tarifeinigung in der Druckindustrie bringt 5 Prozent mehr Lohn
von Redaktion,
BVDM und ver.di haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Druckindustrie geeinigt.(Bild: BVDM)
BVDM und ver.di haben sich in der vierten Verhandlungsrunde auf einen neuen Tarifabschluss für die Druckindustrie geeinigt. Die Löhne und Gehälter steigen bis April 2028 in drei Schritten um insgesamt 5 Prozent, die Ausbildungsvergütungen um 7 Prozent. Der Abschluss läuft bis Ende 2028.
Nach intensiven Verhandlungen haben sich der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) und die Gewerkschaft ver.di am 1. Oktober 2026 auf einen neuen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Druckindustrie verständigt. Die Löhne und Gehälter steigen in drei Schritten: um 2,0 Prozent zum 1. Januar 2027, um weitere 1,0 Prozent zum 1. Juli 2027 und um weitere 2,0 Prozent zum 1. April 2028. Insgesamt ergibt sich damit eine Erhöhung um 5,0 Prozent.
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Auch die Ausbildungsvergütungen werden angehoben. Sie steigen in zwei Schritten um jeweils 3,5 Prozent zum 1. November 2026 und zum 1. April 2028. Insgesamt entspricht das einer Erhöhung um 7,0 Prozent. Damit sollen die Ausbildungsberufe in der Druck- und Medienbranche attraktiver werden und Unternehmen bei der Sicherung von Fachkräften unterstützt werden.
Die Laufzeit des neuen Lohnabkommens beträgt 29 Monate und endet am 31. Dezember 2028. Der BVDM sieht darin vor allem eine bessere Planungs- und Kalkulationsgrundlage für die Unternehmen. „Unsere Branche steht wirtschaftlich massiv unter Druck. Vor diesem Hintergrund war die Suche nach einer ausgewogenen Lösung alles andere als einfach. Mit dem jetzt erzielten Abschluss ist es uns aber gelungen, die Interessen der Beschäftigten und die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Unternehmen in Einklang zu bringen,“ erklärt der Verhandlungsführer des BVDM, Dr. Klemens Berktold.
Auch ver.di bewertet die vereinbarten Lohnerhöhungen positiv. Gleichzeitig verweist die Gewerkschaft darauf, dass die lange Laufzeit Teil des Kompromisses war. Die ver.di-Verhandlungsführerin Rachel Marquardt erklärt: „Mit Blick auf die schwierigen Rahmenbedingungen konnte ein mehr als vertretbares Ergebnis für die Beschäftigten in der Druckindustrie erreicht werden. Die dauerhaft wirksame Lohnerhöhung um insgesamt 5,0 Prozent für die Kolleginnen und Kollegen in der Druckindustrie sowie die überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen sind positiv zu bewerten. Das Erreichen der Tariferhöhung war nur durch einen Kompromiss bei der Laufzeit möglich.“
Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien. Die ver.di-Tarifkommission entscheidet am 13. Oktober über die Annahme. Für die Gremien von BVDM und ver.di gilt eine Annahmefrist bis zum 3. November 2026.