Südpack nimmt neue Flexodruckmaschine in Polen in Betrieb
von Redaktion,
Die neue Flexodruckmaschine am polnischen Südpack-Standort Kłobuck ermöglicht automatisierte Auftragswechsel und das Vorrüsten von bis zu vier Folgeaufträgen während der Produktion.(Bild: Südpack)
Südpack hat an seinem polnischen Standort Kłobuck eine Flexodruckmaschine installiert. Nach unbestätigten Informationen handele es sich um eine Vistaflex von Windmöller & Hölscher. Die im September in Betrieb genommene Anlage erweitert die technischen Möglichkeiten des dortigen Flexodruck-Kompetenzzentrums. Automatisierte Auftragswechsel, die Vorbereitung von Folgeaufträgen während der Produktion und digitale Schnittstellen sollen die Abläufe beschleunigen und das Bedienpersonal entlasten.
Die neue Anlage ist für die Bedruckung flexibler Verpackungsmaterialien für Lebensmittel und Non-Food-Produkte ausgelegt. Mit der Investition will Südpack sowohl große Druckaufträge als auch kleinere Auflagen effizienter bearbeiten und flexibler auf kurzfristige Kundenanfragen reagieren.
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Die CI-Fexodruckmaschine verfügt nach Angaben von Südpack über sternförmig angeordnete Farbwerke und eine präzise Lagerung der Druckwerksachsen. Diese Konstruktion ist auf die Verarbeitung besonders breiter Bahnen bei großen Rapportlängen und hohen Produktionsgeschwindigkeiten ausgerichtet. Sie soll auch bei komplexen Druckaufträgen ein reproduzierbares Druckbild über die gesamte Auflage sowie bei Folgeaufträgen unterstützen.
Technische Daten der Vistaflex II X
Zur technischen Einordnung: Die Vistaflex II X gehört zu den Breitbahn-CI-Flexodruckmaschinen von Windmöller & Hölscher. Nach Herstellerangaben verfüge sie über acht Farbwerke und werde mit Druckbreiten von 2.000 bis 2.200 mm angeboten. Die maximale Rapportlänge betrage 1.250 mm. Je nach Ausführung seien Maschinengeschwindigkeiten von 600 oder 800 m/min vorgesehen. Die Baureihe sei für Folien, Papier, Laminate und Vliesstoffe sowie für wasser- oder lösemittelbasierte Druckfarben ausgelegt. Diese Daten beziehen sich auf das angebotene Modell; sie bestätigen weder die Modellvariante noch die konkrete Ausstattung der bei Südpack installierten Anlage.
Folgeaufträge bei laufender Produktion vorbereiten
Ein Schwerpunkt der Installation liegt auf der Automatisierung der Rüstprozesse. Zwei integrierte, unabhängig arbeitende Hochgeschwindigkeitsroboter ermöglichen vollautomatische Auftragswechsel. Während die Maschine produziert, lassen sich die Zylinder für bis zu vier Folgeaufträge vorbereiten und bereitstellen. Damit können Rüstarbeiten teilweise parallel zur laufenden Produktion erfolgen.
Eine RFID-Kennung unterstützt die eindeutige Zuordnung von Trägerzylindern, Rasterwalzen und Sleeves. Sie soll Verwechslungen beim Rüsten vermeiden und die Handhabung der Komponenten erleichtern. Für das Bedienpersonal sind zudem ergonomische manuelle Sleevewechsel vorgesehen, bei denen das schwere Heben von Adaptern entfällt.
Die verkürzten Umrüstprozesse sollen nach Unternehmensangaben auch die wirtschaftliche Fertigung kleiner Auflagen ermöglichen. Südpack verbindet damit das Ziel, die Durchlaufzeiten von der Druckvorstufe bis zum fertigen Produkt zu reduzieren. Ein standardisierter Druckprozess soll zugleich Fehlerquellen verringern und die Reproduzierbarkeit der Druckergebnisse verbessern.
Schnittstellen für die digitale Auftragsabwicklung
Die Anlage bietet Anschlussmöglichkeiten an IoT- und ERP-Systeme. Diese schaffen die technische Grundlage für den Datenaustausch zwischen Druckmaschine und übergeordneten Unternehmenssystemen sowie für eine stärker vernetzte Auftragsabwicklung.
Mit der neuen Flexodruckmaschine setzt Südpack die Automatisierung und Digitalisierung seiner Produktion fort. Das Unternehmen will damit seine europäischen Kunden schneller und flexibler mit bedruckten Verpackungsmaterialien versorgen.
Südpack wurde 1964 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Ochsenhausen. Das Familienunternehmen fertigt Folien und Verpackungslösungen für die Lebensmittel-, Non-Food- und Medizingüterindustrie sowie Compounds für technische Anwendungen. Zu seinem Produktionsnetz gehören Standorte in Deutschland, Frankreich, Polen, der Schweiz und den Niederlanden.