Zwei neue Systeme lösen die ComColor GL-Serie ab

Riso bringt ComColor GN-Serie mit 180 Seiten pro Minute

Mit dem ComColor GN9830 erreicht die neue GN-Serie von Riso bis zu 180 A4-Seiten pro Minute und löst damit die ComColor GL-Serie ab.(Bild: Riso)

Riso hat Ende September 2026 die ComColor GN-Serie eingeführt. Die beiden Cut-Sheet-Inkjet-Systeme ComColor GN9830 und ComColor GN7630 lösen die GL-Serie ab und erreichen bis zu 180 beziehungsweise 160 A4-Seiten pro Minute. Sie richten sich an Druckdienstleister, Inhouse-Druckereien und Organisationen, die täglich hohe Dokumentenvolumen produzieren.

Als Nachfolger der ComColor GL-Serie zielt die neue Baureihe erneut auf Anwender mit hohem Dokumentenaufkommen. Riso nennt als Einsatzfelder Druckhäuser und Inhouse-Druckereien ebenso wie öffentliche Einrichtungen, Banken, Versicherungen, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, Logistikunternehmen und Verwaltungen. Typische Anwendungen sind personalisierte Anschreiben, Rechnungen, Versanddokumente, Abrechnungen, Mailings, Berichte, Handbücher, Schulungsunterlagen und Befunde – also White-Paper-, Re-Print- und Transaktionsdruck.

Anzeige

Beim Tempo setzt die Serie über der Vorgängergeneration an: Der ComColor GN9830 druckt bis zu 180 A4-Seiten pro Minute, der ComColor GN7630 bis zu 160. Die Produktivität gibt der Hersteller mit bis zu 10.800 A4-Seiten pro Stunde an, die erste Druckseite soll in weniger als fünf Sekunden vorliegen. Große Papierkapazitäten und eine flexible Systemanbindung sollen die Systeme sowohl für den Einstieg in den Produktionsdruck als auch für den Dauerbetrieb nutzbar machen.

Weiterentwickelte Inkjet-Technologie

Technische Grundlage ist die weiterentwickelte FORCEJET-Technologie. Die feststehenden Druckköpfe decken die gesamte Papierbreite ab, sodass der Bogen in einem Durchlauf bedruckt wird; Papiertransport und Tintenauftrag sind laut Riso präzise aufeinander abgestimmt. Diese In-Line-Single-Pass-Architektur soll hohe Geschwindigkeiten bei stabilen Druckprozessen ermöglichen.

Bei der Ausgabequalität verweist das Unternehmen auf neue ölbasierte Pigmenttinten, die sattere Ergebnisse liefern sollen, sowie auf ein überarbeitetes Papiertransportsystem für eine genauere Tintenplatzierung. Neue Bildmodi im Druckertreiber erlauben die Anpassung an unterschiedliche Dokumenttypen. Die Ausdrucke seien wasser-, licht- und abriebfest und damit auch für Weiterverarbeitung und Archivierung geeignet.

„Mit der neuen ComColor GN-Serie führen wir die Stärken unserer Highspeed-Inkjet-Systeme konsequent weiter“, erklärt Marc Willmann, Product Line Manager GSA & Eastern Europe. „Unsere Kunden suchen Lösungen, die schnell, zuverlässig und wirtschaftlich arbeiten. Genau hier setzt die GN-Serie an: Sie verbindet hohe Produktivität mit niedrigen Betriebskosten, verbesserter Ausgabequalität und robuster Riso Technik für den täglichen Einsatz.“

Neuer Scanner und Fiery-Controller

Begleitend bringt Riso den Scanner HS10000 mit Scangeschwindigkeiten von bis zu 200 Bildern pro Minute auf den Markt, der Scan- und Kopierprozesse bei umfangreichen Aufträgen beschleunigen soll. Eine digitale Schräglagenkorrektur unterstützt den Papiertransport, zusätzliche Modi für dünne und dicke Bedruckstoffe erweitern die Einsatzmöglichkeiten. Eine neu entwickelte Bildverarbeitungs-Engine soll die Farbwiedergabe von Scans und Kopien verbessern.

Für produktionsnahe Umgebungen steht der Controller ComColor Express FS3000C auf Basis der Fiery-Plattform zur Verfügung. Er ist auf die Verarbeitung komplexer Dateien mit variablen Daten und hohem Grafikanteil ausgelegt; die Command WorkStation dient der zentralen Auftragsverwaltung und der Automatisierung von Arbeitsabläufen, ergänzt um Werkzeuge für das Farbmanagement. Das Portfolio vervollständigen ein natives IPDS-RIP & Stream sowie der neue PS-Controller RS1300C.

Drucken ohne Fixiereinheit

Wie die Vorgängerserien arbeitet auch die GN-Serie mit einem kalten Druckprozess ohne energieintensive Fixiereinheit. Nach Angaben des Herstellers sinkt der Energieverbrauch dadurch gegenüber klassischen Lasersystemen deutlich, zudem entfallen Emissionen wie Tonerfeinstaub und Ozon.

Für lange, unterbrechungsfreie Druckläufe bietet die Serie eine Papierzufuhr von bis zu 5.500 Blatt und eine Ablagekapazität von bis zu 4.000 Blatt. Die Anbindung an Speicherziele wie SharePoint und OneDrive sowie die Unterstützung von Windows, macOS, Linux, Chromebook und mobilen Endgeräten sollen die Integration in bestehende Workflows erleichtern, bedient werden die Systeme über ein 10,1 Zoll großes Touchdisplay. Eine vorausschauende, KI-basierte Fehlerdiagnose erkennt nach Herstellerangaben Papier- und Sensorprobleme frühzeitig und soll so Ausfallzeiten reduzieren. Die ComColor GN-Serie ist seit Ende September 2026 verfügbar.