Produkt: Deutscher Drucker 7/2020
Deutscher Drucker 7/2020
Schwerpunkt: VERPACKUNGPRODUKTION +++ Folienkaschierung von Digitaldrucken +++ Potenzial im Tiefdruck? +++ Alternative Metallic-Effekte
Heidelberger Druckmaschinen AG

Auftragseingang und Umsatz in den Corona-Monaten massiv eingebrochen

Blick in die Endmontage von Bogenoffsetmaschinen im Heidelberg-Werk Wiesloch.(Bild: Heidelberg)

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Grund der weltweiten Corona-Pandemie haben tiefe Spuren beim Umsatz und Auftragseingang der Heidelberger Druckmaschinen AG hinterlassen. Im ersten Quartal des am 1. April begonnenen Geschäftsjahres 2020/2021 lag der Umsatz mit rund 330 Mio. Euro rund 34 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Der Auftragseingang ging in den ersten drei Monaten insgesamt um 44 Prozent auf 346 Mio. Euro zurück.

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Bereits im Juni habe sich aber eine deutliche Besserung gegenüber den beiden Vormonaten des Quartals abgezeichnet, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Aufgrund eines Ertrags aus der Neuordnung der betrieblichen Altersvorsorge in Höhe von 73 Mio. Euro weist Heidelberg für das Quartal ein EBITDA ohne Restrukturierungsergebnis von 60 Mio. Euro (Q1 2019/20: 14 Mio. Euro) aus. Infolgedessen fiel das Ergebnis nach Steuern im Quartal mit 5 Mio. Euro positiv aus (Vorjahr: –31 Mio. Euro).

In den nächsten Quartalen rechnet das Unternehmen mit weiteren Effekten aus den Maßnahmen für mehr Kosteneffizienz und einem zusätzlichen Ertrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich durch den Verkauf der Gallus-Gruppe, der im laufenden Kalenderjahr abgeschlossen werden soll. Zudem hat Heidelberg das belgische Tochterunternehmen CERM N.V. Ende Juli im Rahmen eines Management-Buyouts verkauft. CERM entwickelt insbesondere Management-Informationssoftware für den schmalbahnigen Etikettenmarkt, den Heidelberg mit dem Verkauf von Gallus desinvestiert hat. Aus dieser Transaktion generiert Heidelberg einen Abgangsgewinn von rund 8 Mio. Euro.

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